Ermittlungen nach tödlichem Erdrutsch eingeleitet

BELLINZONA ⋅ Die italienischen Behörden in Verbania (I) haben Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen, nachdem am Samstag ein Tessiner Motorradfahrer durch einen Erdrutsch tödlich verletzt wurde. Die Uferstrasse am Lago Maggiore bleibt unterdessen für rund eine Woche gesperrt.

20. März 2017, 19:03
Der für den Motorradfahrer tödliche Erdrutsch hatte sich gegen Samstagmittag ereignet. Aufgrund der laufenden Untersuchungen sei die Uferstrasse zwischen Verbania in Richtung Schweizer Grenze weiterhin gesperrt, teilte ein Sprecher der Carabinieri von Verbania (I) am Montag auf Anfrage mit.

Für die rund 4'000 italienischen Grenzgänger der Region wurden Sonderkurse durch die Fährgesellschaft am Lago Maggiore eingerichtet. Sie sollen zu einem grossen Teilen über den Seeweg ihren Arbeitsplatz erreichen.

In die laufenden Ermittlungen sollen laut den Carabinieri auch die Erkenntnisse aus vergangenen Erdrutschen auf dem Strassenabschnitt einfliessen. Im Gegensatz zu den letzten Ereignissen seien dieses Mal jedoch keine starken Niederschläge zu verzeichnen gewesen. Starke Regenfälle hatten zuletzt 2015 dafür gesorgt, dass sich eine grosse Menge Schlamm und Geröll gelöst und die Strasse beschädigt hatte. Verletzte hatte es damals keine gegeben.

sda

 


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