Bilder wecken Erinnerungen

ALTDORF ⋅ An der Gedenkausstellung in der Galerie Niedervolta können Besucher die verschiedenen Werke der verstorbenen Elisabeth Inderkum-Z’graggen sehen.
20. März 2017, 09:20

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Das Leben besteht aus Taten und Werken, an die man uns erinnert», mit diesen Worten eröffnete Werner Jauch die Gedenkausstellung von Elisabeth Inderkum-Z’graggen in Altdorf. «Für mich ist es heute Samstagabend eine Premiere, denn ich habe erst am 1. Februar die Nachfolge von Jörg Wild als Vorsitzender der Geschäftsleitung des EWA angetreten und führe die Tradition der Ausstellungen in der Galerie Niedervolta gerne weiter», sagte er.

«Ich freue mich einerseits und bin dennoch traurig, dass ich die Laudatio über das Schaffen von der verstorbenen Elisabeth Inderkum hier halten kann», sagte die Urner Künstlerin Marianne Kuster an der Veranstaltung.

Leidenschaftliche Malerin

Die 1944 in Göschenen geborene Elisabeth Inderkum-Z’graggen erbte ihr künstlerisches Talent offensichtlich von ihrem Vater Franz Z’graggen, dem ehemaligen Hotelier «Zum weissen Rössli». Die ersten Bilder zeichnete die leidenschaftliche Malerin im Jahr 1998. Elisabeth Inderkum war eine grosse und genaue Beobachterin und malte gerne Menschen, Tiere, Landschaften und Strassen mit Bleistift oder Tusche. Sie reiste gerne und war beim Wandern eine genaue Beobachterin und hielt danach ihre Eindrücke mit Pinsel und dynamischen Farben fest.

Die Zeichnungen der Künstlerin kommen kraftvoll, fröhlich und bunt daher. Eines ihrer Lieblingsmotive waren die Krähen, die sie von ihrem Heim in der Utzigmatte immer wieder beobachten konnte. Allerdings wurde das grosse Bild, das in der Ausstellung gezeigt wird, nicht ganz fertig. Das fantastische Werk, gemalt mit grosszügigen und breiten Pinselstrichen, hält uns aber Elisabeth Inderkum, die im Sommer des letzten Jahres verstarb, in bester Erinnerung.

«Grosse Wertschätzung gegenüber Inderkum

Der Ehemann der Künstlerin, Hansheiri Inderkum, sagte bei der Begrüssung der vielen Verwandten, Freunde und Gäste: «Mit Ihrer Anwesenheit zeigen Sie eine grosse Wertschätzung gegenüber meiner verstorbenen Frau. Sie hatte ein grosses Talent im Malen und Zeichnen, und ich freue mich einerseits, dass wir die Bilder in dieser Gedenkausstellung zeigen können, andererseits bin ich aber sehr traurig, dass Elisabeth nicht mehr hier ist. Eigentlich wollte ich gerne noch zu Lebzeiten meiner Frau ihre Werke in einer Ausstellung zeigen, aber sie meinte immer, sie müsse noch mehr an sich feilen und die Zeichnungen müssten noch perfekter werden, bevor sie die Kunst­werke einer breiten Öffentlichkeit zeigen wollte.»

Zu sehen sind in der Ausstellung, die vom 19. März bis 15. April von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist, Bilder von Bleistift- und Tuschzeichnungen, Aquarelle sowie Gemälde mittels Acryl auf Leinwand.


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