Bund fördert Gotthard-Region

Der Bund lässt für die Umsetzung der neuen Regionalpolitik im Raum Gotthard Millionen springen. Das Schwergewicht der Zusammenarbeit zwischen Uri, Graubünden, Tessin und dem Wallis liegt beim Tourismus.
18. Juni 2012, 15:24

Zur Umsetzung der Neuen Regionalpolitik im Raum Gotthard stellt der Bund den Kantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis 2012 bis 2015 Maximalbeiträge von 10,045 Millionen Franken à fonds perdu und 52,4 Millionen Franken Darlehen zur Verfügung. Die Kantone müssen ebenso viel mitfinanzieren.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat am letzten Freitag eine entsprechende Programmvereinbarung unterzeichnet, wie das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD) am Montag mitteilte. Das EVD bezeichnet das Programm San Gottardo als ein Schlüsselprojekt für die überkantonale Zusammenarbeit in der Regionalpolitik.

Die Kantone nehmen über geografische, politische, sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg die Verantwortung für diesen Raum wahr. Das Schwergewicht der Aktivitäten liegt beim Tourismus. An der Weltausstellung 2015 in Mailand sollen erste greifbare Resultate dieser Regionalentwicklung präsentiert werden.

Aufgrund der beträchtlichen finanziellen Leistungen des Bundes gelten erhöhte Anforderungen bezüglich Programmumsetzung, Controlling, Reporting und Monitoring. Es ist vorgesehen, dass das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im Steuerungsausschuss der Organisationsstruktur San Gottardo vertreten ist.

Weitere betroffene Bundesämter erhalten Mitsprachemöglichkeiten. Die Koordination unter den Bundesstellen läuft bereits im Rahmen des Richtplan- und Seilbahnkonzessionsverfahrens zur Skiinfrastrukturerweiterung Andermatt-Sedrun-Disentis.

Konkrete Förderentscheide für Infrastrukturanlagen hängen von den Resultaten der raumplanerischen und konzessionsrechtlichen Verfahren ab.

sda/bep


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