Arbeitslosigkeit hat im Kanton Uri zugenommen

ARBEITSMARKT ⋅ Ende Dezember 2017 waren im Kanton Uri 218 Personen arbeitslos. Damit stieg die Zahl gegenüber dem Vormonat um 30 Personen an. Noch immer liegt aber die Arbeitslosenquote in Uri unter der schweizerischen Prozentzahl.
10. Januar 2018, 04:39

Die Zahl der Erwerbslosen nahm im Dezember 2017 im Kanton Uri leicht zu. Im Jahr zuvor waren aber mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das geht aus einer gestern veröffentlichten Mitteilung des Amts für Arbeit und Migration hervor.

Ende Dezember 2017 waren 218 Personen als arbeitslos eingeschrieben. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vormonat von 30 Personen. Die Arbeitslosenquote stieg von 1,0 auf 1,1 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 1,3 Prozent. Sie liegt 2,2 Prozentpunkte unter der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent in der Schweiz. Mit 218 Personen ist die Zahl der Arbeitslosen am Ende des Berichtsmonats im Vergleich zum Vorjahr tiefer. Im Dezember 2016 waren 242 Personen als arbeitslos gemeldet.

372 Menschen suchen im Kanton Uri eine Stelle

Im Monat Dezember 2017 meldeten sich insgesamt 77 Personen neu als Stellensuchende beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Uri an. In der gleichen Zeit meldeten sich insgesamt 62 Stellensuchende ab. Die Zahl der Stellensuchenden lag per Ende Dezember 2017 bei 372 Personen. Im November 2017 waren es 357; ein Jahr zuvor 407 Personen. Von allen Stellensuchenden waren im Berichtsmonat 70 Personen in einem Zwischenverdienst und 28 Personen in einer vorübergehenden Beschäftigung.

Ende Dezember 2017 waren von den 218 Arbeitslosen 73 weiblichen Geschlechts. Dies ergibt einen Anteil von 33,5 Prozent am Total der erwerbslosen Personen. Von allen eingeschriebenen Arbeitslosen waren 88 Personen oder 40,4 Prozent Schweizer Bürger; 130 Personen beziehungsweise 59,6 Prozent waren ausländischer Herkunft.

Die Zahl der langzeitarbeitslosen Personen nahm gegenüber dem Vormonat zu, wie aus der Mitteilung des Amts für Arbeit und Migration weiter hervorgeht. Als Langzeitarbeitslose gelten Menschen, die länger als ein Jahr ohne eine Arbeit sind. Im Berichtsmonat waren 17 Personen länger als ein Jahr ohne Dauerbeschäftigung. Im Vormonat waren es 11 Personen. 17,6 Prozent aller langzeitarbeits­losen Menschen sind Schweizer.

Das RAV erfüllt die Aufgaben der öffentlichen Arbeitsvermittlung auf regionaler Ebene. Es ist Dienstleistungszentrum für die Belange des Arbeitsmarkts und steht den Arbeitgebern wie auch den Stellensuchenden kostenlos zur Verfügung. Das RAV nimmt gerne Meldungen über offene Stellen entgegen und berät Personen in den Fragen des Arbeitsmarkts.

Wie das Amt für Arbeit und Migration in der Mitteilung weiter schreibt, war im Kanton Uri im Monat Oktober 2017 kein Betrieb von Kurzarbeit betroffen. Ein Jahr zuvor war es ein Betrieb mit drei Personen und 168 Ausfallstunden. (MZ)


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