Raiffeisen weist gesundes Wachstum aus

ALTDORF ⋅ Das Hypothekar- und Kundeneinlagegeschäft wird für die Urner Raiffeisenbanken grösser. Aufgrund rückläufiger Margen fällt der Jahresgewinn aber 2,2 Prozent tiefer aus als im Vorjahr.
12. Januar 2018, 04:39

Die Urner Raiffeisenbanken sind gut aufgestellt: Das Kerngeschäft der Genossenschaftsbanken entwickelte sich 2017 über dem Markt. Mit einem Wachstum um 4 Prozent auf 1,207 Milliarden Franken behaupteten sie ihre starke Position im Hypothekargeschäft. «Dank sorgfältiger Risikoprüfung wurde die hohe Qualität des Hypothekarportfolios aufrechterhalten», heisst es nun in der Medienmitteilung, die zum Jahresabschluss verschickt wurde. Die Wertberichtigungen für Ausfallrisiken seien im Verhältnis zu den Kundenausleihungen einmal mehr sehr tief gewesen.

Zufluss an Kundeneinlagen

Das Wachstum der Kundeneinlagen überstieg den Zuwachs der Hypothekarforderungen: Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen stiegen um 5,2 Prozent auf 1,137 Milliarden Franken. «Dies widerspiegelt das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in Raiffeisen», so die Bank.

Das Zinsengeschäft bleibt trotz leicht rückläufiger Margen die wichtigste Ertragsquelle der Raiffeisenbank. Nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen und Verlusten sowie den Banken verrechneten Minuszinsen erreichte der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft 15,3 Millionen Franken (minus 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Damit trug er 84,3 Prozent zum Geschäftsertrag bei.

Sehr gut entwickelte sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Dieser stieg 2017 um 16,3 Prozent auf 1,8 Millionen Franken. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich leicht: minus 3,2 Prozent auf 0,55 Millionen Franken. Währenddessen stieg der übrige ordentliche Erfolg um 79,9 Prozent auf 0,5 Millionen an. Grund dafür waren die höheren Beteiligungserträge.

IT und Geschäftsvolumen sorgen für mehr Aufwand

Der Geschäftsaufwand ist 2017 leicht gestiegen. Unter anderem trugen das höhere Geschäftsvolumen und die generelle Erneuerung der IT-Infrastruktur zu einem Anstieg des Sachaufwands um 3,1 Prozent bei. Zudem erhöhte sich der Personalaufwand um 1,2 Prozent.

Es resultiert ein Jahresgewinn von 1,35 Millionen Franken (minus 2,2 Prozent). Davon werden 1,155 Millionen dem Eigenkapital zugewiesen, was die Eigenmittel der Banken stärkt. 195 000 Franken werden als Verzinsung der Genossenschaftsanteilscheine an die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Urner Raiffeisenbanken zurückgeführt, so die Banken. (red)


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