Urner Werkjahr für Musiker Mario Schelbert

FÖRDERBEITRÄGE ⋅ Das diesjährige Urner Werkjahr geht an den Musiker Mario Schelbert. Zwei Förderbeiträge bekommen die Kunstschaffenden Annemarie Oechslin und Simon Ledergerber.
06. Dezember 2017, 21:52

20 Urnerinnen und Urner bewarben sich dieses Jahr für Werk- und Förderpreise. Am Mittwochabend fielen die Entscheide. Das Kuratorium der Urner Kunst- und Kulturstiftung unter Leitung von Elisabeth Fähndrich setzte sich intensiv mit 20 Bewerbungen auseinander. Erfreut war die Jury von der insgesamt hohen Qualität der Ausstellung.

Begehrtes Urner Werkjahr an Mario Schelbert

Grosses Interesse galt dem Urner Werkjahr. Gleich sechs Personen bewarben sich mit überzeugenden Dossiers für den kürzlich auf 20'000 Franken erhöhten Förderpreis. Diesen sprach die Jury dem in Altdorf aufgewachsenen Mario Schelbert zu. Der eigenwillige Songschreiber fiel ihr bereits im Jahr 2016 auf. Sie würdigte die skurril-poetischen Songtexte, die hervorragenden Kompositionen und den professionellen Gesang, auch die virtuell gespielte Musik. Nach intensiver Arbeit mit der Band Moes Anthill möchte der Künstler sich weiterentwickeln. Mit dem beantragten Werkbeitrag plant er ein Doppelalbum, um an bisherigen Erfolgen anzuknüpfen. Bereits werden seine Songs an Schweizer Radiostationen ausgestrahlt. Die Band tritt am Blue Balls Festival Luzern, am Moon & Stars Locarno, am OpenAir Sankt Gallen oder am Zermatt Unplugged auf. Und auch in Altdorf tritt er im Theater(uri) auf oder entwickelt Eigenproduktionen wie «Durchs Wilde Finstertal». Bereits sind neue Theaterprojekte in Planung.

Zwei Förderbeiträge für die Kunst

Zwei Förderpreise von je 5000 Franken gehen an die Altdorfer Künstlerin Annemarie Oechslin und den in Seelisberg aufgewachsenen und heute in Zürich wohnhaften Simon Ledergerber.
Oechslin überzeugte mit poetischen Objekten und einer fotografischen Wandinstallation, die an eine Mond-, Sonnen und Trabantenwelt, auch an Erinnerungslandschaften erinnern. Der Förderbeitrag ermöglicht nun der Künstlerin die Fortsetzung des geplanten, künstlerischen Atelieraufenthalts.

Simon Ledergerber überzeugte die Jury mit einem grossflächigen Wandbild und einem über Eck auf Sockel stehenden, farbgetränkten Gipsquader. Die Jury begrüsste die Absicht des Künstlers, mit dem nun zugesprochenen Förderbeitrag erstmals eine grosse Einzelausstellung in der renommierten Kunsthalle Arbon zu verwirklichen. 

Gleich zwei bekannte Flüeler Künstler sind an der diesjährigen Urner Werk- und Förderungsausstellung präsent. Im Danioth-Pavillon wird das Schaffen des in Flüelen wohnhaften Künstlers Thomi Dittli mit einer Sonderausstellung gewürdigt. Dank der Dätwyler Stiftung erhalten seit 2013 Urner Kunstschaffende an der jährlichen Sonderausstellung im Haus für Kunst Uri eine wirksame Plattform.

pd/fmü

Öffentliche Übergabefeier der Werk- und Förderungsbeiträge: 9. Dezember 2017 um 17.00 Uhr, Haus für Kunst Uri. Sonderausstellung: Thomi Dittli, Flüelen.
Verleihung des Goldenen Uristier: Der Regierungsrat verleiht Ernst (Jonny) Gisler, Volksmusikant und Komponist, den Goldenen Uristier am Samstag, 6. Januar 2018 um 17.00 Uhr im Haus für Kunst Uri.
Konrad Abegg: Matinee zur Monografie „Bilderwelten“, Sonntag 10. Dezember 2017, 11 Uhr, Haus für Kunst Uri, Herrengasse 2, Altdorf
Ausstellungsrundgang: Sonntag, 7. Januar 2018 um 15.30 Uhr, Haus für Kunst Uri (mit Apéro)
Öffnungszeiten: 9. Dezember 2017 bis 7. Januar 2018 (Finissage/Kunstrundgang), jeweils Donnerstag und Freitag 14.00 bis 18.00 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr.
Einladungskarte unter www.ur.ch (Suchbegriff: Kunst- und Kulturstiftung).


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