Der Schweizer Meister gastiert in Unterägeri

UNIHOCKEY ⋅ In der 18. Runde der NLA-Meisterschaft trifft Zug United am Sonntag auf den Leader und amtierenden Titelhalter SV Wiler-Ersigen.
12. Januar 2018, 04:39

Fünf Runden vor Ende der Qualifikation steht der Aufsteiger Zug United auf einem Playoff-Platz. Doch das nächste Spiel ist für die Zentralschweizer eine Herkulesaufgabe: Der elffache Schweizer Meister SV Wiler-Ersigen macht am Sonntag in der Sporthalle Schönenbüel in Unterägeri seine Aufwartung (Spielbeginn um 17.00). Der SVWE ist nicht nur der Rekordmeister in der Schweiz, sondern auch der amtierende Titelhalter und aktuelle Leader der NLA.

Die Berner befinden sich derzeit in einem Umbruch und sind gleichwohl im Championat das Mass aller Dinge. Junge Talente wie Deny Känzig, Claudio Mutter oder Nicola Bischofberger übernehmen bereits ein reichliches Mass an Verantwortung in der gleichsam erfolgsverwöhnten wie erfolgshungrigen Mannschaft, die vom nimmermüden Trainer Thomas Berger stets angetrieben wird.

Starke Ausländer in Verteidigung und Sturm

Veredelt wird die spielstarke Equipe des SVWE mit dem finnischen Verteidiger Tatu Väänänen, einem der besten seiner Zunft, sowie dem schwedischen «Zorro»-Künstler Daniel Johnsson. Ihm gelangen am letzten Wochenende gegen die Kloten-Bülach Jets gleich sieben Treffer in einem Spiel. Die Zuger Abwehrspieler werden gewarnt sein vor den platzierten Handgelenkschüssen und natürlich dem spektakulären Airhook (Zorro). Auch ist damit zu rechnen, dass Wiler-Ersigen nach einem spektakulären Spitzenspiel am vergangenen Sonntag und der Niederlage in letzten Sekunde gegen die Grasshoppers gerne eine Machtdemonstration ablegen möchte. Die Berner hatten gegen die Zürcher einen 0:6-Rückstand aufgeholt, dann aber 6:7 verloren.

Gewichtige Ausfälle im Team

Die Zuger ihrerseits kämpfen in den verbleibenden fünf Runden mit St. Gallen, Chur, Uster, den Jets und Thun um einen Playoff-Platz. Die Teams der unteren Tabellenhälfte, derzeit von den Zugern angeführt, trennen nur neun Punkte. Neben den beiden Duellen mit den Berner Spitzenteams Wiler-Ersigen und Köniz treffen die Zuger in den verbleibenden Umgängen dreimal auf direkte Konkurrenten.

Ungewiss ist am Sonntag der Einsatz von Marcus Thunvall, der während der Woche krank war. Sicher fehlen wird Topskorer Billy Nilsson. Der Schwede laboriert an einer Oberkörperverletzung. Ein Comeback gibt dagegen Manuel Blöchliger, damit entspannt sich die angespannte Situation, da auch Joshua Schelbert und Adrian Uhr weiterhin verletzt fehlen.

 

Peter Rohner

sport@zugerzeitung.ch


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