Neue Luzerner Zeitung Online, 19. März 2011, 05:07
Die Lu-Tixi verdoppelt seine Fahrpreise
Ein Fahrzeug der des Behinderten-Taxi Lu-Tixi. (Bild: Archiv Neue LZ)
Die Lu-Tixi-Betreiber in Luzern ziehen die finanzielle Notbremse. Schuld am Disaster sei der Kanton.
Hiobsbotschaft für Behinderte: Die Rollstuhltaxi Genossenschaft erhöht die Preise per 1. Mai massiv, teils bis zur Verdoppelung. Für diese Kosten müssen die Passagiere aufkommen – übernommen werden nur spezielle Fahrten, etwa zur Therapie. «Ich habe mich sehr lange gegen diesen Schritt gewehrt, doch uns bleibt keine andere Wahl», sagt Rolf Hermetschweiler, Präsident der Rollstuhltaxi Genossenschaft. Der Grund für den Tarifaufschlag: «Seit Jahren warten wir vergebens auf die Zusicherung eines angemessenen Jahresbetrags des Kantons. Das ist etwa in Zug viel besser», so Hermetschweiler.
Daniel Wicki, Leiter der Abteilung Soziales und Arbeit beim Gesundheits- und Sozialdepartement, bedauert die «einschneidende Massnahme» der Lu-Tixi-Betreiber. Er verweist auf die in früheren Jahren gesprochen Beträge und auf das Gutscheinsystem. Dessen Einführung ist noch in diesem Jahr geplant. «Damit wollen wir nicht einzelne Fahrtenanbieter unterstützen, sondern allen Betroffenen vergünstigte Fahrten anbieten», so Wicki. Das Modell, bei dem den Behinderten jährlich Bons für 24 Freifahrten mit frei wählbaren Behinderten-Taxis ausgehändigt werden, steht jedoch in der Kritik, weil es kompliziert und kundenfeindlich sei.
Dave Schläpfer
Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.
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