Armee
Kader der Territorialdivision 3 blicken auf herausforderndes Jahr zurück

Beim Jahresrapport in Locarno sind diverse Offiziere aus dem Kader verabschiedet worden.

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Die Kader der Territorialdivision 3, zu welcher die Kantone Uri, Schwyz, Zug, Graubünden und Tessin gehören, haben sich vergangene Woche nach zwei Jahren Unterbruch wieder zum Jahresrapport getroffen, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Kommandant, Divisionär Lucas Caduff, blickte auf ein intensives Jahr zurück, dessen grosse Herausforderungen die Truppe «sehr gut meisterte». Nebst der Verabschiedung seines Stellvertreters Brigadier Stefano Laffranchini und der Kommandoübergabe in zwei Bataillonen stand auch die Ehrung verdienter Angehöriger der Division auf dem Programm.

«Endlich wieder ein Rapport, der nach zwei Jahren Zwangspause aufgrund von der Coronapandemie in physischer Form durchgeführt werden kann», freute sich Kommandant Lucas Caduff bei der Begrüssung in Locarno gemäss Mitteilung. Das aktuelle Jahr habe die Territorialdivision 3 bereits vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Das World Economic Forum wurde in den Sommer verlegt, was nicht nur aufgrund der Terminverschiebung grosse Auswirkungen gehabt habe, sondern auch aufgrund der zeitlichen Nähe zur Militärübung Odescalchi. Kurz darauf galt es auch noch, die «Ukraine Recovery Conference» im Tessin zu bewältigen.

«Wertvolle Lehren gezogen»

«Sowohl die Einsätze zu Gunsten der zivilen Behörden als auch die Übung bewältigte die Truppe sehr gut», wird Divisionär Lucas Caduff in der Mitteilung zitiert. Er dankte am Rapport insbesondere allen, die in der Vorbereitung und der Durchführung der Übung engagiert waren, die aufgrund ihrer Grösse und auch der Zusammenarbeit mit der italienischen Armee und anderen Partnerorganisationen «ungewohnt grosse Dimensionen» gehabt habe. «Es konnten wertvolle Lehren gezogen werden.»

Traditionell wurden auch personelle Wechsel offiziell vollzogen und die Scheidenden geehrt. 2022 standen unter anderem folgende Wechsel an: Der Kommandant-Stellvertreter Brigadier Stefano Laffranchini wurde offiziell verabschiedet. Divisionär Lucas Caduff verdankte sein grosses Engagement herzlich. Mit Oberst im Generalstab Eric Steinauer habe «ein würdiger Nachfolger» gefunden werden können.

Lucas Caduff und Armeechef Thomas Süssli am Jahresrapport.

Lucas Caduff und Armeechef Thomas Süssli am Jahresrapport.

Bild: PD

Oberstleutnant Thommaso Righenzi durfte aus der Hand von Oberstleutnant Luca Stirnimann die Fahne des Gebirgsinfanteriebataillons 30 und somit auch dessen Kommando feierlich übernehmen. Auch beim Gebirgsinfanteriebataillon 91 wurde die Fahne weitergegeben. Oberstleutnant im Generalstab Michael Lampert übergab sein Kommando offiziell an Major im Generalstab Rolf Brülisauer.

Nötige Mittel erhalten

Alain Scherrer, Stadtpräsident von Locarno, und Norman Gobbi, Sicherheitsdirektor des Kantons Tessin, richteten ihre Gruss- und Dankesworte an die Anwesenden. Gobbi forderte insbesondere, dass die Jungen wieder vermehrt die Angebote der ausserdienstlichen Tätigkeiten nutzen sollen. Der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Armee hin und dass diese die nötigen Mittel erhalten müsse, um ihre Aufträge erfüllen zu können. Anlässlich des Jahresrapportes 2022 referierten Botschafter Thomas Greminger und Militärexperte Ralph Bosshard über den Ukrainekonflikt und stellten politisch-militärische Überlegungen ins Zentrum ihrer Ausführungen.

Nachdem der Kommandant seine Erwartungen für das kommende Jahr an die Kader seiner Division gerichtet hatte, dankte er allen für ihren Einsatz zu Gunsten der Sicherheit der Schweiz, ganz gemäss dem Divisionsmotto: «Glaubwürdig und zielgerichtet». (lur)