Car hatte eine Panne
Reisegruppe mit Jugendlichen aus Gotthardtunnel evakuiert und in Notunterkunft gebracht

Am Freitagabend musste ein Reisebus mit deutschen Kontrollschildern im Gotthardtunnel aufgrund einer technischen Störung in einer Notfallnische anhalten. Die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen wurden evakuiert.

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Der Reisecar musste im Tunnel anhalten.

Der Reisecar musste im Tunnel anhalten.

Bild: Keystone (Gotthardtunnel, 4. September 2015)

Ein Reisebus war am Freitagabend um 22.30 Uhr im Gotthardtunnel im Abschnitt der Gemeinde Hospental unterwegs, als die Anzeige auf dem Armaturenbrett eine technische Störung im Motorraum des Fahrzeugs meldete. Der Chauffeur hielt das Fahrzeug mit deutschen Kontrollschildern in einer Notfallnische an und begab sich mit einem Feuerlöscher in den Bereich des Motorraumes, wie die Urner Polizei mitteilt.

Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri leitete sofort die für diese Fälle vorgesehenen Ereignis- und Rettungsmassnahmen ein. Die Schadenwehr Gotthard war rasch vor Ort, überprüfte das Fahrzeug auf einen Brand hin und konnte weder Rauch noch Feuer im Motorraum feststellen.

Evakuierte klagen über Hustensymptome

Der Fahrer wollte die Fahrt fortsetzen, konnte aber den Reisebus aus technischen Problemen nicht mehr starten, so die Polizei in ihrer Mitteilung. Die 46 Jugendlichen, ihre vier Begleitpersonen sowie der Fahrer wurden aus dem Tunnel evakuiert und in ein Hotel gebracht. Dort klagten einige Evakuierte über Unwohlsein und zeigten Hustensymptome.

Durch die aufgebotenen Rettungsdienste Uri, Nidwalden und Schwyz sowie der Rega wurden alle evakuierten Personen medizinisch untersucht und auf Verdacht von Rauchgasvergiftungen behandelt. Es musste sich niemand in Spitalpflege begeben.

Kein Platz im Hotel

Da das Reiseunternehmen die Weiterfahrt nicht sofort organisieren konnte und das Hotel keine Kapazitäten hatte, um alle evakuierten Personen aufzunehmen, wurde der Gemeindeführungsstab Göschenen aufgeboten. Durch diesen wurde die Notunterkunft in der Aula elf-elf in Göschenen in Betrieb genommen. Die 50 Reisenden und der Fahrer konnten sich dort ausruhen und wurden durch den Gemeindeführungsstab Göschenen betreut.

Aus Sicherheitsgründen und da eine Reparatur im Motorenraum des Fahrzeugs nicht sofort möglich war, musste der Gesellschaftswagen aus dem Tunnel abgeschleppt werden. Die Reisegruppe konnte ihre Weiterreise am Samstagmorgen mit einem Ersatzbus, welcher durch das Carunternehmen organisiert wurde, antreten.

Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden am Fahrzeug ist zurzeit nicht bekannt. (zfo)