Elektrizitätswerk Ursern
Strompreise des EWU bleiben unverändert

Insgesamt gleichen sich die Reduktion der Energietarife und der Anstieg der Netznutzungstarife aus.

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Die Gesamtstrompreise (Netznutzung, Energie und Abgaben) für das Tarifjahr 2024 im Netzgebiet des Elektrizitätswerk Ursern (EWU) bleiben für einen durchschnittlichen Haushalt gegenüber dem Vorjahr unverändert. «Dies trotz erhöhter Kosten der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid», schreibt das Elektrizitätswerk Ursern in einer Mitteilung. Das insgesamt stabile Preisniveau sei somit das Resultat sinkender Energiepreise und steigender Netznutzungspreise.

Der Hochgebirgswindpark des Elektrizitätswerks Ursern.

Der Hochgebirgswindpark des Elektrizitätswerks Ursern.

Bild: Dominik Wunderli (Andermatt, 22. 7. 2021)

Dank stabiler Kosten der eigenen Produktionsanlagen und leicht reduzierter Beschaffungskosten kann das EWU die Energietarife für einen durchschnittlichen Haushalt für das Tarifjahr 2024 um 3 Rappen pro Kilowattstunde senken. «Obwohl die gesamteuropäische Energiekrise andauert und die kurz- und mittelfristige Entwicklung ungewiss ist, haben sich die Preise an den Grosshandelsmärkten gegenüber dem Vorjahr entspannt», heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Entwicklung ermögliche es dem EWU, die erwarteten Beschaffungskosten insgesamt zu senken und als Folge davon die Energietarife zu reduzieren.

Erstmalig gebildete Stromreserve

Der durchschnittliche Anstieg der Netznutzungstarife von 3 Rappen setzt sich aus einem Anstieg der eigenen Netzkosten, einem Anstieg der allgemeinen Systemdienstleistungen und den Kosten der Stromreserve des Bundes zusammen. Der Anstieg der eigenen Netzkosten ist unter anderem auf einen Anstieg der Kosten für den Netzbetrieb und die gestiegenen Kosten für Mess-, Steuer- und Regelsysteme zurückzuführen. Der Kostenanstieg für allgemeine Systemdienstleistungen ist die Folge von höheren Beschaffungskosten des nationalen Netzbetreibers Swissgrid, welcher den Unterhalt, den Ausbau und die Modernisierung des schweizerischen Übertragungsnetzes sicherstellt.

Im Tarifjahr 2024 verteuert zusätzlich die erstmalig gebildete Stromreserve des Bundes die Netznutzungskosten. Es handelt sich dabei um Kosten, welche dem Bund aus den Massnahmen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Winter 2022/2023 entstanden sind und welche dieser via Swissgrid allen Kundinnen und Kunden verrechnet. Dazu gehören unter anderem die Wasserkraftreserve, die Reservekraftwerke und die Notstromgruppen.

Der Netzzuschlag des Bundes zur Förderung und Finanzierung alternativer Energieformen beträgt im Tarifjahr 2024 unverändert 2,3 Rappen pro Kilowattstunde. Es handle sich hierbei um eine Abgabe, welche die Netzbetreiber direkt an den Bund weiterleiten müssen. (fpf)