Erstfeld
CVP/Mitte begrüsst Machbarkeitsstudie zu Kirchmattschulhaus-Tausch

Die CVP/Mitte Erstfeld hat an ihrer Versammlung die Pläne für das Kirchmattschulhaus diskutiert. Auch die Schulratswahl war Thema.

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An der Parteiversammlung der CVP/Mitte Erstfeld, die kürzlich stattfand, wurden zahlreiche Geschäften der nächsten Gemeindeversammlung diskutiert. Daneben wurde auch eine Grundsatzdiskussion über den Eigentumstausch des Kirchmattschulhauses und des Pfarreizentrums geführt. Dafür wurde der Erstfelder Kirchenrat Beat Tresch zur Sitzung eingeladen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt.

«Mit dem Pfarreizentrum resultiert ein jährlicher Verlust», wird Tresch zitiert. Weiter habe er zu bedenken gegeben, dass das Lokal vielfach fremd genutzt werde, sei es für private oder schulische Anlässe wie auch durch Militär und Vereine. Der Erstfelder Kirchenrat habe betont, dass die meisten kirchlichen Aktivitäten im Kirchmattschulhaus abgedeckt werden könnten.

«Äusserst vorteilhafte Ausgangslage»

Das «dringend sanierungsbedürftige» Kirchmattschulhaus ist aktuell in Besitz der Einwohnergemeinde. Dies sei auch der Auslöser für die Gespräche mit dem Gemeinderat gewesen, wird Tresch weiter zitiert. So plant der Kirchenrat, das Pfarreizentrum der Einwohnergemeinde Erstfeld abzutreten und im Gegenzug das Kirchmattschulhaus zu erhalten. Da die Liegenschaft des Pfarreizentrums deutlich höher zu bewerten sei als jene des Kirchmattschulhauses, würde die Einwohnergemeinde der Kirchgemeinde den Mehrwert von rund 1,6 Millionen Franken ausbezahlen.

Das sanierungsbedürftige Kirchmattschulhaus.

Das sanierungsbedürftige Kirchmattschulhaus.

Archivbild: Paul Gwerder

Mit diesem Betrag und mit drei geplanten Wohnungen im Kirchmattschulhaus will der Kirchenrat die grosse Investitionssumme über die nächsten Jahre weg abwälzen. Zurzeit sei keine Anpassung des Kirchensteuerfusses geplant. Auch für die Gemeinde Erstfeld ergäbe sich dadurch eine «äusserst vorteilhafte Ausgangslage». So könne die Einwohnergemeinde die neuen Platzmöglichkeiten im Bereich des heutigen Pfarreizentrums für das Projekt eines neuen Feuerwehrlokals umnutzen. Ein Mehrzweckraum über dem Feuerwehrlokal würde die Raumbedürfnisse für die verschiedenen Anlässe abdecken.

Vorschlag der FDP wird unterstützt

Beat Tresch habe weiter gesagt, dass zurzeit eine Machbarkeitsstudie im Gang sei, sodass letztlich eine fakten- und zahlenbasierte Diskussion im Dorf stattfinden könne. Diesen Schritt begrüsse die Erstfelder CVP/Mitte. «Endlich ist man an einem Punkt, an dem man bereit ist, eine gemeinsame Lösung zu finden und so einige der drängendsten Probleme im Eisenbahnerdorf zu lösen.»

Die Ortspartei wünsche sich, von den Behörden im Rahmen von Informationsveranstaltungen weiter auf dem Laufenden gehalten zu werden, sobald die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie bekannt sind. «Denn nur so können Projekte dieser Grössenordnung Mehrheiten gewinnen.» Die erste Hürde werde nun die nächste Kirchgemeindeversammlung im November sein, an welcher die Stimmberechtigten dem Projekt zustimmen müssen.

Auch die Wahlen des Schulrats gaben an der Parteiversammlung zu reden. Von der FDP Erstfeld stelle sich Michele Paganini als Kandidat für die Schulratswahlen zur Verfügung. Die CVP/Mitte unterstütze diese Kandidatur und hoffe, dass die Wahl in einem Durchgang vollzogen werden kann. Weiter wurden an der Sitzung die Geschäfte der Gemeindeversammlung vom 27. September behandelt. Nebst den Einbürgerungen und den Kreditabrechnungen sorgte auch die Sanierung der Friedhofkapelle nicht für grosse Diskussionen. Alle Geschäfte wurden gutgeheissen. (lur)