Erstfeld
Der Besinnungsort an der Gotthard-Raststätte erhält QR-Codes und eine Webseite

Neue Hinweistafeln und ein modernes Audiosystem sollen den Rückzugsort für Reisende attraktiver und leichter auffindbar machen.

Urs Hanhart
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Neue Hinweistafeln zeigen den Weg zum Ort der Besinnung.

Neue Hinweistafeln zeigen den Weg zum Ort der Besinnung.

Bild: Urs Hanhart (Erstfeld,
8.September 2021)

Seit mehr als 20 Jahren gibt es in der Nähe der Gotthard-Raststätte, Fahrtrichtung Süd, den «Ort der Besinnung». Er liegt zwischen dem Flusslauf der Reuss und der Autobahn A2. Der Andachtsraum ist würfelförmig geformt und in einen gefassten Innenhof eingebettet. Dieser Ort soll Gläubige und Suchende einladen, um einen Moment innezuhalten, nachzudenken und vielleicht auch ein Gebet zu sprechen. Es handelt sich um einen schlichten Rückzugsort für Menschen aller Religionen und auch Menschen ohne Religionszugehörigkeit – ein Ort der Stille für alle Reisenden und alle Rastenden.

Veraltete Audio-Anlage wurde ersetzt

Nun hat der Besinnungsort eine Aufwertung erhalten. Die von alt Regierungsrat Josef Arnold präsidierte Stiftung Ort der Besinnung hat in den vergangenen Monaten das Projekt «Neue Web-Info-Plattform und Signalisation» umgesetzt. Konkret ist die veraltete und störungsanfällige Audio-Anlage durch eine moderne Webseite-Lösung, verlinkt mit den am Bauwerk direkt angebrachten QR-Codes, ersetzt worden. Des Weiteren sorgen neue Hinweistafeln entlang des Reussdamms und Alu-Tafeln an den beiden Eingängen dafür, dass die Besucher den «Ort der Besinnung» besser finden.

Der Ort der Besinnung von innen, nachdem er 2018 frisch saniert wurde.

Der Ort der Besinnung von innen, nachdem er 2018 frisch saniert wurde.

Archivbild: Urs Hanhart / Urner Zeitung

Die Gotthard-Raststätte verfügt über den einzigen Besinnungsort auf dem gesamten Schweizer Autobahnnetz. Gebaut und eröffnet wurde er 1998, wobei sich die Kosten auf 1,2 Millionen Franken beliefen. Vor drei Jahren wurde das 20-jährige Bestehen des speziellen Baus zum Anlass genommen, um notwendige Sanierungs- und Auffrischungsarbeiten vornehmen zu lassen. In die sanfte Renovierung wurden damals rund 65'000 Franken investiert.

Für den Bau, Betrieb und Unterhalt des «Orts der Besinnung» wurde 1997 eine gemeinnützige Stiftung gegründet, wobei der Stiftungsrat seine Tätigkeit ehrenamtlich ausübt. Auch das Amt für Betrieb Nationalstrassen und die Gotthard-Raststätte A2 Uri AG unterstützen den Besinnungsort. Dank der Unterstützungsbeiträge von Partnern, Sponsoren, Gönnern und Spender kann die Stiftung den Unterhalt am markanten Bauwerk der Architekten Pascale Guignard & Stefan Saner sicherstellen. Der «Ort der Besinnung» ist auch über die Wander- und Velowege entlang der Reuss zu erreichen.