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Axenprojekt: Kopf durch die Wand oder Vernunft, was geht vor?

Zu den Beschwerden zum Bau der neuen Axenstrasse.

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Das Bundesverwaltungsgericht hat nun die Beschwerde der Umweltverbände gegen den Bau der A4 Neue Axenstrasse in sämtlichen Punkten abgewiesen. Ein klarer Entscheid in dieser Hinsicht. Seit über 50 Jahren ist das Projekt Neue Axenstrasse ein Thema. Es kann sich kein Mensch vorstellen, dass solch ein notwendiges, sicherheitsrelevantes Projekt einfach nicht realisiert werden kann. Natürlich ist zu werten, dass der politische Prozess und das Bewilligungsprozedere einzuhalten sind. Es ist aber auch zu werten, dass man hier, bei derartigen Einschätzungen, mit dem Kopf durch die Wand gehen will. Hier wird einzig und alleinig Verzögerungstaktik an den Tag gelegt.

Kann man sich in solchen Kreisen überhaupt vorstellen, welche Belastungen auf dieser wichtigen Verkehrsverbindungsachse tagtäglich stattfinden? Kann man sich vorstellen, wie die betreffenden Wohnorte und Einwohner seit Jahrzehnten darunter leiden? Kann man sich ein Bild machen, wie viele Steuergelder hier für Rechtsprozedere, Bauprovisorien, Projektänderungen et cetera unnötig verschwendet werden? Kann man immerhin etwa erkennen, wie die Wirtschaft und die Gesellschaft unter der Ungewissheit leidet, ob die Axenstrasse plötzlich geschlossen wird? Man kann sich hier noch unzählige weitere Fragen stellen.

Geht es da einzig und allein um die Einschätzung, dass man mit diesem Projekt den Alpenschutzartikel nicht einhalten würde? Was das Bundesverwaltungsgericht auch klar ablehnte. Es ist wahnsinnig, welchen Gegenwehren man sich hier als Verantwortungsträger stellen muss, aber wie schon erwähnt, ist es grundsätzlich das legitime Recht, das hier angewendet wird. Tragik und Problematik in diesem sehr gefährlichen Strassenabschnitt sind die Sicherheit und deren Verantwortung. Ist dies den Beschwerdeführern bewusst, oder lässt man das einfach auf der Seite liegen? Die letzten Wochen zeigten es wieder, wie gefährlich diese Verkehrssituation sein kann. Man dürfte sich demokratisch fragen, ob das Verbandsbeschwerderecht bei solchen sicherheitsrelevanten Notwendigkeitsprojekten, mit derartigen Beschwerdegründen, eingeschränkt werden sollte. Hier ist unsere Politik gefordert.

Es braucht nun endgültig eine sichere und verantwortbare Linienführung am Axen, und dies schaffen wir nur mit dem neuen Axenprojekt. Wenn Vernunft und Verantwortungsbewusstheit hier vorgehen, dann dürften die Beschwerdeführer den aktuellen Gerichtsentscheid nicht weiterziehen. Dies wäre ein sehr wichtiger Beitrag, dass an der Axenstrasse endlich gebaut werden darf. Es ist nur zu hoffen, dass Vernunft hier siegt.

Ruedi Cathry, Landrat FDP, Schattdorf