Fussball
Der FC Altdorf peilt einen Mittelfeldplatz an

Nach zwei eher verkorksten Saisons steigt der FC Altdorf mit einem neuen Gespann an der Seitenlinie in die Meisterschaft.

Urs Hanhart
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Der FC Altdorf mit Sturmtank Markus Zurfluh (rechts) möchte nicht wieder in Abstiegsgefahr geraten.

Der FC Altdorf mit Sturmtank Markus Zurfluh (rechts) möchte nicht wieder in Abstiegsgefahr geraten.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. März 2022)

In den beiden letzten Saisons strapazierte das Fanionteam des FC Altdorf die Nerven seiner Anhängerschaft jeweils bis aufs Äusserste. Zweimal hintereinander konnte der Verbleib in der 2. Liga regional erst auf den letzten Drücker sichergestellt werden. Nun soll es kein Zittern mehr geben.

Vor rund zwei Monaten, nach dem 3:3-Remis im letzten Saisonspiel gegen Aufsteiger Emmen, mit dem der Ligaerhalt definitiv eingetütet wurde, betonte FC-Altdorf-Präsident Armin Auf der Maur in seinem Ausblick:

«Mit der Abstiegsgefahr möchten wir in der nächsten Saison nichts mehr zu tun haben. Unser Ziel ist ein gefestigter Mittelfeldplatz.»

Diesbezüglich sei er optimistisch, zumal das Gros des Kaders zusammenbleibt und der neue Trainer Enzo Palatucci mit seinem Assistenten René Fedier sicherlich frischen Wind bringen werde. Für Auf der Maur ist klar, dass die Gelb-Schwarzen vor allem in Sachen Konstanz zulegen müssen. In der Hinrunde kamen sie nie richtig in Schwung. Erst in der Rückrunde wurde es dann besser, wenn auch etwas schleppend. Ein schwacher Start soll möglichst verhindert werden, damit das Feld nicht wieder von hinten aufgerollt werden muss.

Der neue Cheftrainer Palatucci, ein gebürtiger Neapolitaner mit Wohnsitz im Kanton Luzern, war zuletzt Headcoach beim Drittligisten FC Ebikon. Zuvor agierte er jahrelang als Trainer der ersten Mannschaft des FC Rotkreuz, den er von der 4. bis in die 2. Liga interregional führte. «Enzo Palatucci hat uns mit seiner ehrgeizigen, motivierenden und positiven Art überzeugt. Er bringt sportlich und fachlich alles mit, um beim FC Altdorf erfolgreich zu sein», sagte der Vereinspräsident nach Bekanntgabe der Neuverpflichtung.

Delikates Gastspiel bei Aufsteiger Entlebuch

Im Auftaktspiel zur Meisterschaft bekommen es die Urner mit einem sehr interessanten Gegner zu tun. Sie müssen am Samstag, 13. August, 17 Uhr, auswärts gegen den Aufsteiger FC Entlebuch antreten. Die Luzerner schafften im Juni in überzeugender Manier den Sprung von der 3. in die 2. Liga regional. In der Aufstiegsrunde stachen sie unter anderen den ESC Erstfeld aus und holten souverän den 3.-Liga-Meistertitel.

Dass Newcomer Entlebuch für die Altdorfer ein ernst zu nehmender erster Gegner ist, zeigte sich bereits im Vorfeld der Saison. Das Team aus dem Unesco-Biosphärenreservat hinterliess in den Trainingsspielen einen sehr starken Eindruck, vermochte es doch alle drei absolvierten Partien für sich zu entscheiden. Klar bezwungen wurden die beiden Drittligisten Malters und Kickers Luzern sowie auch der Zweitligist Willisau. Am nötigen Selbstvertrauen dürfte es den Gastgebern also nicht mangeln.

Gute Auftritte in den Vorbereitungsspielen

Aber auch die Bilanz der Urner in den Testspielen darf sich durchaus sehen lassen, blieben sie doch in vier von sieben Partien siegreich. Knappe Niederlagen setzte es gegen den oberklassigen SC Buochs (2. Liga interregional) und gegen den bekanntlich in die 2. Liga regional abgestiegenen FC Schattdorf ab.

Das klassische Urner Derby wird es übrigens schon bald auch in einem Ernstkampf wieder geben. Am 10. September gastiert der FC Altdorf beim Kantonsrivalen im Stadion Grüner Wald in Schattdorf. Das wird zweifellos das von den Urner Fussballfans mit grosser Spannung erwartete Highlight der Hinrunde sein.