Gemeindeversammlung
In Andermatt sinken die Steuern

Der Steuerfuss für das kommende Jahr liegt statt bei 107 neu bei 99 Prozent. Budget und Steuersenkung wurden an der Gemeindeversammlung einstimmig gutgeheissen.

Markus Zwyssig
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In Andermatt dürfen sich die Einwohnerinnen und Einwohner auf tiefere Steuern freuen.

In Andermatt dürfen sich die Einwohnerinnen und Einwohner auf tiefere Steuern freuen.

Bild: PD

Bei einem Gesamtaufwand von 10,84 Millionen und einem Gesamtertrag von 10,85 Millionen Franken wird im Budget 2023 mit einem Ertragsüberschuss von 12’860 Franken gerechnet. Die Steuereinnahmen nehmen laufend zu. So weisen in der laufenden Jahresrechnung 2022 die Steuern der natürlichen Personen Mehreinnahmen von rund 490’000 Franken gegenüber dem Budget aus. Im Budget 2023 wurde die Steuersenkung von 8 Prozent bereits berücksichtigt. Die Ertragsanteile für die Grundstückgewinnsteuer wurden von 600’000 auf 650’000 Franken erhöht. Der Beitrag aus dem Landschaftslastenausgleich (Fila) erhöht sich um 58’000 Franken auf 293’000 Franken.

Das Budget 2023 wurde an der gut besuchten Gemeindeversammlung am Donnerstagabend einstimmig genehmigt. Der Souverän beschloss eine Senkung des Gemeindesteuerfusses um 8 Prozent auf neu 99 Prozent sowie des Kapitalsteuersatzes ebenfalls um 8 Prozent auf 99 Prozent.

Neuer Präsident in der Baukommission

In der Baukommission wurde Pirmin Epp-Bünter als neuer Präsident einstimmig gewählt. Die beiden bisherigen Mitglieder Robin Nager und Samuel Regli wurden einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig wählten die Anwesenden an der Gemeindeversammlung das neue Mitglied Jeannette Danioth-Gnos. Sie tritt die Nachfolge von Stefan Walker-Brandstetter an, der demissioniert hatte.

In der Rechnungsprüfungskommission wurden Präsident Werner Bächinger-Stadler sowie die Mitglieder Beat Perroulaz, Max Simmen-Nager und Beat Zopp-Melotti einheitlich wiedergewählt. Mitglied Ursina Portmann-Zingg wurde auf eigenen Wunsch für ein Jahr wiedergewählt. Gemeindeweibel Roland Tresch-Scheiflinger wurde einstimmig wiedergewählt.

Für die Sanierung des Bodenschulhauses war ein Kredit von 4,4 Millionen Franken gesprochen worden. Die Abrechnung, welche mit einer Kreditüberschreitung von 590'000 Franken schliesst, wurde an der Gemeindeversammlung gutgeheissen. Die Kostenüberschreitung kam aufgrund erbrachter Mehrleistungen und höherer Beschaffungspreise zu Stande.

Gemeinderat Edwin Holzer informierte über diverse Projekte und Geschäfte sowie über Kennzahlen der Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH. Er konnte auf ein gutes Jahr mit gestiegenen Übernachtungszahlen zurückblicken.

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Bahnhofstrasse sind gemäss Auskunft von Gemeindepräsident Peter Baumann bis auf die Bodenmarkierungen fertiggestellt. Aufgrund der vielen Rückmeldungen zum Siedlungsleitbild und zum Entwicklungsprozess der Gemeinde wird der Terminplan angepasst. Die Rückmeldungen werden zurzeit ausgewertet. Peter Baumann zeigte den Ablauf der Erarbeitung einer neuen Gemeindestrategie auf. Um ein besseres Staumanagement zu erreichen, wurde eine Arbeitsgruppe mit betroffenen Gemeinden, Kanton und Polizei eingesetzt. Die verschiedenen Partner der Destinationsperspektive Göschenen-Andermatt wollen den Bahnhof Göschenen mittelfristig zur alpinen Verkehrsdrehscheibe werden lassen. Informiert wurde schliesslich, dass die Gemeinde Möglichkeiten prüft, um Energie zu sparen.

Für die Wahl eines Kreisschulratsmitglieds wird am 27. November ein zweiter Wahlgang nötig, weil der Kandidat beim ersten Wahlgang das absolute Mehr nicht erreicht hat. Kreisschulratspräsident Manfred Zurfluh stellte Thomas Rey vor. Alea Baumann ist als Lernende und Tanja Noack neu im Baukommissionssekretariat tätig.

Zum Schluss der Versammlung wurden Armin Baumann, Vizepräsident Kreisschulrat Ursern, und Stefan Walker-Brandstetter, Baukommissionspräsident, verabschiedet.