Generalversammlung
Die kleine Niederdorfoper kommt nach Altdorf

Der Präsidentinnenwechsel von Franziska Dahinden zu Margret Wipfli und das neue Projekt «Die kleine Niederdorfoper» standen im Mittelpunkt der Generalversammlung Forum Musikbühne Uri.

Georg Epp
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Der neuformierte Vorstand der Musikbühne Uri (von links): Silvia Planzer, die neue Präsidentin Margret Wipfli, Franziska Dahinden und Salomé Walker.

Der neuformierte Vorstand der Musikbühne Uri (von links): Silvia Planzer, die neue Präsidentin Margret Wipfli, Franziska Dahinden und Salomé Walker.

Bild: Georg Epp (Altdorf, 17. November 2021)

Auf den Tag genau nach 30 Monaten Unterbruch fand die 14. ordentliche Generalversammlung des Vereins Forum Musikbühne wieder statt. Die Covid-Zertifikationspflicht sorgte für einen kleineren Aufmarsch von 15 Personen, ähnlich viele Vereinsmitglieder entschuldigten sich für die Versammlung. Im Jahresbericht der Präsidentin Franziska Dahinden stand natürlich der Rückblick auf die Operette «Der fidele Bauer» im Zentrum. Gerade noch rechtzeitig vor den grossen Pandemie-Einschränkungen konnte die Aufführung vom 7. September bis 6. Oktober 2019 mit Erfolg über die Bühne gebracht werden.

Ungeahnte Überraschungen sorgten für einige Wechsel im Team der Laienschauspieler, unter anderem musste drei Wochen vor der Premiere der erkrankte Titelrollenträger Tom Schmid durch Roman Walker ersetzt werden. Die gesperrte Axenstrasse war ein weiteres Problem für Besucherinnen und Besucher aus dem Raum Schwyz. Mit gut funktionierendem OK unter der Regie von Isidor Baumann meisterte man aber alle Probleme und schlussendlich freuten sich nahezu 5000 Besucherinnen und Besucher über die gelungene Operette. Vor allem durch grossartige Unterstützung der vielen Sponsoren, angeführt von Hauptsponsor «Raiffeisen» und den beiden Co-Sponsoren «die Mobiliar» und «Dätwyler-Stiftung», konnte auch finanziell ausgeglichen abgerechnet werden. Das Eigenkapital des Vereins beträgt aktuell 136'572 Franken.

Margret Wipfli ersetzt Präsidentin Franziska Dahinden

Die Demission von Präsidentin Franziska Dahinden war angekündigt und musste akzeptiert werden. Einstimmig und mit grossem Applaus wurde Margret Wipfli, die amtierende Aktuarin, als Nachfolgerin bestimmt. Als neue Aktuarin stellte sich Salomé Walker, die Ehefrau von Roman Walker, zur Verfügung. Im Amt bestätigt wurde Kassierin Silvia Planzer und Franziska Dahinden bleibt als Beisitzerin im Vorstand.

Margret Wipfli würdigte das Engagement der abtretenden Präsidentin. Vor elfeinhalb Jahren übernahm sie das Amt zuerst interimistisch von Roby Fäh. Mit viel Herzblut engagierte sie sich als Präsidentin und als Regisseurin für die Projekte «My fair Lady», «Operettengala», «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel», «Die schöne Galathée» und zuletzt «Der fidele Bauer». Mit Applaus und Geschenk bedankte sich die Versammlung bei der abtretenden Präsidentin.

«Die kleine Niederdorfoper» von Paul Burkart ist im September 2023 geplant

Gespannt warteten die Versammlungsteilnehmenden auf die Vorstellung des neuen Projekts. Nach mehrfachen Anfragen und Anregungen entschied sich Franziska Dahinden mit ihrem Vorstandsteam für den Schweizer Klassiker «Die kleine Niederdorfoper» von Paul Burkhard, dies nach der erfolgreichen Aufführung des «Schwarzen Hecht», ebenfalls von Paul Burkhard im Jahr 2010. Die bekannte Fassung mit Ruedi Walter und Margrit Rainer kann man übrigens im Internet abrufen, natürlich wird es wieder kleine urnerische Anpassungen geben.

Für dieses Musical braucht es 25 Rollen, die Rolle des berühmten Varieté-Künstlers André übernimmt Roman Walker, er wird auch für die Leitung der Sänger und des kleinen Musikensembles verantwortlich sein. Zur Einstimmung vor der Abstimmung zeigte Franziska Dahinden den bekannten Ausschnitt «De Heiri hät es Chalb verchauft». Laienschauspieler, die bereit sind, mitzuspielen, sind gebeten, sich schriftlich bei Franziska Dahinden zu melden. Die Operette soll im September 2023 über die Bühne gehen. Natürlich gab es Applaus für das vorgestellte Projekt und mit grosser Vorfreude ein einstimmiges Ja. Am Schluss der Versammlung bedankte man sich bei allen guten Geistern im Verein, speziell bei OK-Präsident Isidor Baumann in Abwesenheit, aber auch beim Produktionsleiter Wisu Kempf speziell.