Göschenen
Zweite Gotthardröhre: Die erste Bohrmaschine hat ihren Betrieb aufgenommen

Für die Tunnelbohrmaschine für den nördlichen Zugangsstollen der zweiten Gotthardröhre hat die Andrehfeier stattgefunden.

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Die Tunnelbohrmaschine hat einen Durchmesser von sieben Metern und ist 200 Meter lang.

Die Tunnelbohrmaschine hat einen Durchmesser von sieben Metern und ist 200 Meter lang.

Bild: PD

Seit 2020 sind die Arbeiten für den Bau der zweiten Gotthardröhre in Göschenen und Airolo in vollem Gang. Vor knapp einem Jahr wurde der Spatenstich in Uri und im Tessin gefeiert. Nun hatten die Bauherrin, das Bundesamt für Strassen (Astra) sowie die Unternehmen und Gäste erneut Grund zum Feiern: In Göschenen hat am Donnerstag die Andrehfeier für die Tunnelbohrmaschine stattgefunden.

Die Bohrmaschine ist eine von zwei kleinen Bohrmaschinen mit einem Durchmesser von sieben Metern, die vom Norden und Süden in den Berg bohren. In den kommenden Monaten wird die 200 Meter lange Tunnelbohrmaschine mit dem Uristier auf dem Bohrkopf den Zugangsstollen zur nördlichen Störzone ausbrechen. Insgesamt kommen für die zweite Gotthardröhre vier Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz, teilt das Astra mit.

«Bellinzona, we are ready to bore!»

Astra-Vizedirektor Guido Biaggio.

Astra-Vizedirektor Guido Biaggio.

Bild: PD

Die Installations- und Vorbereitungsarbeiten hatten fast zwei Jahre gedauert. In den letzten Monaten wurde die Tunnelbohrmaschine zusammengesetzt. Der Bau der zweiten Gotthardröhre sei ein wichtiger Beitrag für die Schweizer Bauwirtschaft, wird Astra-Vizedirektor Guido Biaggio in der Mitteilung zitiert: «Die beteiligten Unternehmen können ihre Qualität, Präzision und Kompetenzen in einem Umfeld von internationaler Bedeutung zeigen.» Daniel Spörri, Head of Tunneling Switzerland bei Implenia, wandte sich an die verantwortliche Astra-Filiale im Tessin und meinte freudig: «Bellinzona, we are ready to bore!»

Unter den Gästen befanden sich nebst Daniel Spörri und dem Astra-Vizedirektor auch Gesamtprojektleiter Udo Oppliger sowie der Göschener Gemeindepräsident Peter Tresch. Für den Hauptvortrieb wird ab 2024 je eine grosse Tunnelbohrmaschine mit einem Durchmesser von 12,3 Metern für den Ausbruch der zweiten Tunnelröhre eingesetzt. (cn)

Hinweis: Die Bevölkerung des Kantons Uri kann bald selbst einen Einblick in die Arbeiten in Göschenen erhalten. Am 10. September findet der Tag der offenen Baustelle auf der Nordseite statt. Weitere Informationen gibt es hier.