Kanton Uri
20. Gotthardmarsch: Erfolgreiches Jubiläum bei perfektem Laufwetter

Nach knapp 17 Stunden Marschzeit, 70 Kilometern und 2000 Höhenmetern trafen über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stolz und glücklich auf dem Gotthardpass ein.

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Paul Dubacher begrüsste am vergangenen Samstagmorgen, 25. Juni, die motivierten Teilnehmenden des Gotthardmarsches in Altdorf. Der Wanderanlass ist seit Jahren weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannt und beliebt. Seit 20 Jahren ist der Wanderleiter Paul Dubacher mit dabei – und feierte bei der diesjährigen Ausgabe sein Jubiläum.

Glückliche Gesichter bei der Ankunft auf der Passhöhe.

Glückliche Gesichter bei der Ankunft auf der Passhöhe.

Bild: PD

Bereits um 1.15 Uhr versammelt sich die Gruppe beim Telldenkmal, wo die Busse der Auto AG Uri und der Gepäcktransport bereitstehen, heisst es in einer Mitteilung über den Anlass. Nach einer ruhigen Fahrt nach Seelisberg nimmt die Gruppe das erste Teilstück pünktlich um 2.30 Uhr in Angriff. «Die Dunkelheit macht den ersten Abschnitt des Gotthardmarsches gleich zu einer Herausforderung, die viel Konzentration verlangt. Entsprechend gross ist jeweils die Erleichterung, wenn alle gut in Bauen angekommen sind», so Dubacher, der mittlerweile jeden Meter der Strecke kennt. Das Laufwetter ist vom Start in Seelisberg bis zum Gotthard perfekt und motiviert zusätzlich.

Engagiertes Begleitteam motiviert die Teilnehmenden

Damit die Wandernden ihre Verpflegung und Ersatzkleidung nicht mittragen müssen, sorgt ein Begleitteam für einen Gepäcktransport. Insgesamt hievt das eingespielte Team an den neun Streckenposten über den Tag zusammengerechnet fast 20 Tonnen Gepäck aus den Kleinbussen und wieder rein. Sie halten zudem ein waches Auge auf die Teilnehmenden und motivieren zum Weitermarschieren. «Auch für mich ist die Strecke kein Zuckerschlecken und so bin ich froh um das eingespielte Begleitteam, welches am Eventtag für den reibungslosen Ablauf sorgt», meint Dubacher.

Die Gruppe ist unterwegs in Hospental.

Die Gruppe ist unterwegs in Hospental.

Bild: PD

Mittlerweile ist das Helferteam auf über 20 Personen angewachsen. Im Vorfeld wird der Anlass von Paul Dubacher minutiös vorbereitet. Neben der Zustandsüberprüfung der Strecke werden diverse Organisationen wie Polizei, Sanität, Begleitarzt und Rega über die Durchführung mit einem Zeitablauf informiert.

Kraftakt mit besonderem Gruppengefühl

In den kurzen Pausen von jeweils 15 Minuten sei taktisches Schuhwechseln sowie Trinken und Essen gefragt. Eine gute Vorbereitung und die richtige Verpflegung unterwegs sind neben dem Durchhaltewillen zentral. Auf der Strecke wurden die Läuferinnen und Läufer zusätzlich von einer Trychlergruppe angefeuert. «Der Trychlerklang spornte uns zusätzlich an», meinte Paul Dubacher.

Spätestens ab Andermatt spüren die Teilnehmenden die Strapazen und die Verletzungsgefahr steigt. Zur Sicherheit der Wandernden und zur mentalen Unterstützung warten in Andermatt Mitglieder des Samaritervereins auf die Wandergruppe. Wiederum konnte der Marsch ohne Zwischenfälle beendet werden. «Die Stimmung unter den Teilnehmenden ist trotz des enormen Kraftakts jeweils sensationell», schwärmt Dubacher und lobt das besondere Gruppengefühl.

Familienmitglieder werden schon aus der Ferne angefeuert.

Familienmitglieder werden schon aus der Ferne angefeuert.

Bild: PD

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hat den Marsch schon mindestens einmal absolviert. «Der Grossteil der Wandergruppe stammt aus der Zentralschweiz. Es reisen aber auch Personen von weiter her an, wie zum Beispiel aus Appenzell», erklärt Dubacher. War der Gotthardmarsch in den ersten Jahren eine reine Männersache, nehmen immer mehr Frauen am Wanderanlass teil. Auch in Bezug auf das Alter war die Gruppe sehr durchmischt. «Ich freue mich, dass am Samstag sehr viele junge Frauen und Männer an der Wanderung dabei waren», freut sich der Wanderleiter, der selbst zu den ältesten Teilnehmern zählt.

Ein grosses Helferteam ermöglicht den Wanderanlass

In der ganzen bisherigen Geschichte des Gotthardmarsches hat es erst einmal geregnet. Da die Wetteraussichten fürs Jubiläum gut blieben, konnte der letzte Abschnitt in ruhigen Schritten in Angriff genommen werden. «Ein grosses Dankeschön an alle Privatpersonen, welche zur Stärkung beigetragen haben.» Dubacher dankt besonders der langjährigen Helferin Vreni Püntener und ihrer Familie, die die Teilnehmenden einmal mehr grosszügig verköstigt und für die letzten Kilometer gestärkt haben. «Auch Gusti Schädler gebührt ein grosser Dank für die Verköstigung in Wassen», ergänzt Dubacher. Sie und viele weitere Helferinnen und Helfer machen den Wanderanlass erst möglich.

Die stolzen Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen kurz nach 18.30 Uhr auf dem Gotthardpass ein und durften ein Diplom entgegennehmen. Auf der Passhöhe wurde nicht nur die Leistung der Teilnehmenden geehrt, sondern auch Paul Dubacher für sein Jubiläum gefeiert. Seit der ersten Ausgabe ist er mit dabei. Der diesjährige Marsch war Dubachers letzter Marsch als Organisator. Seine Helferinnen und Helfer haben Paul Dubacher mit Glockengeläut und Champagner auf der Höhe willkommengeheissen. Auch Regierungsrat Christian Arnold bedankte sich für das jahrelange Engagement und hiess die Gruppe auf der Passhöhe willkommen. (pd/cn)

Der nächste Gotthardmarsch wird am 17. Juni 2023 in einer ähnlichen Form stattfinden.