Kanton Uri
Covid-Impfungen: «Probleme bei der Anmeldung sollten nun behoben sein»

Gesundheitsdirektor Christian Arnold nahm im Landrat zum Anmeldeprozedere für Covid-Impfungen Stellung.

Markus Zwyssig
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Pflegepersonal impft einen Impfstoff gegen Corona.

Pflegepersonal impft einen Impfstoff gegen Corona.

Bild: Gaetan Bally/Keystone

Beim Anmelden für Covid-Auffrisch-Impfungen kam es in den vergangenen Wochen zu Problemen. Im Kanton Uri können seit dem 10. Oktober alle Personen ab 16 Jahren kostenlos eine zweite Covid-19-Auffrischungsimpfung machen. Bereits nach kurzer Zeit war der Andrang so gross, dass ab dem 7. November ein zweiter Impf-Nachmittag angeboten werden musste. Die Anmeldung und eine allfällige Terminverschiebung werden über die Telefonnummer 041 875 50 70 oder online mit Registrierung entgegengenommen.

«Leider lassen beide Anmeldeoptionen mehr als zu wünschen übrig», stellte Urs Kieliger (SP/Grüne, Erstfeld) in der Fragestunde des Landrats fest. «Zum einen wird von den Anrufenden einiges an Geduld abverlangt, bis das Telefon angenommen wird, wenn überhaupt.» Zum anderen sollte bei einer Onlineanmeldung ohne Terminvereinbarung die betroffene Person per SMS informiert werden, wenn ein Impftermin frei wird. «Auch diese Option funktioniert leider nicht richtig», stellte er fest.

Urs Kieliger wollte in der Fragestunde des Landrats wissen, weshalb das Telefon im Kantonsspital Uri in der kurzen Anmeldezeit nicht dauernd besetzt sein könne und aus welchen Gründen die Online-Option nicht richtig funktioniere. «Der Start war nicht optimal», gestand Gesundheitsdirektor Christian Arnold ein. Es sei wie zu Zeiten der Coronapandemie gewesen. «Lange war nicht klar, wann und wie der Bund die Impfungen anbieten will», so Christian Arnold. Das habe vor allem personell eine Herausforderung mit sich gebracht. «Personal anzustellen, war daher schwierig.»

Zwei Personen nehmen Telefonanrufe entgegen

Das Telefon im Impfzentrum des Kantonsspitals ist am Montag von 9 bis 12 Uhr und am Mittwoch von 9 bis 11.15 Uhr sowie von 12 bis 14 Uhr besetzt. In dieser Zeit nehmen zwei Personen die Anrufe entgegen.

«Wenn eine anrufende Person nicht durchkam, erscheint die Nummer rot in der Telefonliste», erklärte Christian Arnold. Eine der beiden Personen rufe zurück. Wenn sich Anrufende bei der Telefonzentrale des Spitals melden würden, schreibe diese die Telefonnummer auf und es werde zurückgerufen.

«Das Kantonsspital Uri hatte tatsächlich Probleme mit der Telefonanlage», so Christian Arnold. «So sind einige Gespräche ins Leere gegangen. Das sollte aber seit einer guten Woche ganz behoben sein, da das Telefon neu installiert wurde.»

Die Online-Reservationen seien aus nicht erklärbaren Gründen zum Teil bei gewissen Impfstoffen nicht möglich gewesen, so Christian Arnold. Die Lösungssuche habe mit dem Hersteller des Online-Terminbuchungsystems «OneDoc» einige Zeit in Anspruch genommen. «Die Probleme sollten aber inzwischen behoben sein und das System wieder korrekt funktionieren.»

Keine Spontantermine möglich

Weil das vom Kanton beauftragte Kantonsspital den Platz im Haus A sowohl für die Impf- als auch für die Teststation nutzen müsse und dies nicht parallel laufen könne, seien die Impfschienen immer mit reservierten Terminen ausgelastet gewesen. Deshalb kann nicht zusätzlich noch ein Walk-in-Angebot, das heisst eine Auffrisch-Impfung ohne Voranmeldung, angeboten werden, erklärte Christian Arnold. «Bei einer Anmeldung erhält man jedoch innert sehr kurzer Zeit einen passenden Impftermin, alternativ auch in der Apotheke in Altdorf oder in einzelnen Urner Arztpraxen.»

Urs Kieliger fand neben der Kritik auch positive Aspekte über seine eigene Erfahrung mit dem Impfen. «Wenn einmal ein Termin feststeht, funktioniert der Impfvorgang dann hervorragend.»