Kanton Uri
Junge Grünliberale schauen auf erstes Jahr zurück – und empfehlen alle Abstimmungsvorlagen zur Annahme

Die Jungen Grünliberalen Uri haben seit ihrer Gründung vor einem Jahr schon einige Aktionen durchführen können.

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Die Jungen Grünliberalen Uri haben an ihrer zweiten ordentlichen Mitgliederversammlung im Working-Point in Altdorf auf ein «erfolgreiches erstes Jahr» zurückgeblickt, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Gründungspräsident Noel Baumann erinnerte in seinem Rückblick unter anderem an den Abstimmungskampf zur «Ehe für alle». Dabei schmückten die Jungen Grünliberalen vor einem Jahr das Telldenkmal mit einer Regenbogenflagge und «entlockten Wilhelm Tell ein politisches Statement».

Der Vorstand der JGLP Uri (von links): Josua Müller, Luisa Schuler, Noel Baumann, Loa Wild, Jannik Arnold und Jeremias Bilger (es fehlt Jannis Gerig).

Der Vorstand der JGLP Uri (von links): Josua Müller, Luisa Schuler, Noel Baumann, Loa Wild, Jannik Arnold und Jeremias Bilger (es fehlt Jannis Gerig).

Bild: Marco Eberli/PD

Im diesjährigen April erhielten die Jungen Grünliberalen dank der Gründung der GLP Uri eine Mutterpartei. «Die Zusammenarbeit mit unserer Mutterpartei läuft ausgezeichnet. Es ist schön zu wissen, dass wir bei unseren zukünftigen Vorhaben auf die Unterstützung eines politischen Zwillings zählen dürfen», wird dazu Noel Baumann zitiert.

Nach seinem Rückblick präsentierte Baumann den Jahresausblick. Unter seiner Leitung erarbeitete der Vorstand im Sommer ein mehrseitiges Strategiepapier für die kommenden Jahre. Noel Baumann: «Die strategische Neupositionierung der JGLP Uri wurde infolge der Gründung unserer Mutterpartei nötig. Nun können wir uns voll und ganz auf die Aufgaben einer Jungpartei konzentrieren.»

Kommissionssitze angestrebt

Um als Jungpartei weiterhin an politischem Gewicht zu gewinnen, liege der erste Fokus der Jungen Grünliberalen nun auf dem Mitgliederwachstum. Zweitens wollen sich die Mitglieder sowohl inner- als auch ausserhalb der Jungpartei stärker mit anderen politischen Akteuren vernetzen. Drittens wollen sie sich der eigenen Parteienetablierung zuwenden. Noel Baumann: «Mit der Konzentration auf den Gewinn von Kommissionssitzen auf kantonaler sowie lokaler Ebene wollen wir unsere Jungpartei in der politischen Urner Parteienlandschaft etablieren und der Bevölkerung signalisieren, dass wir uns für ihre Anliegen engagieren sowie Verantwortung übernehmen.»

Als nächstes Geschäft stand die Wahl des Vorstandes an. Dabei wurden Noel Baumann als Präsident und Loa Wild als Vizepräsidentin einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Die beiden wurden ausserdem für ein weiteres Jahr in den Vorstand der JGLP Schweiz gewählt. Der restliche Vorstand fungiert fast in der alten Zusammensetzung. Neben Jeremias Bilger, Jannis Gerig, Josua Müller und Luisa Schuler wurde der Vorstand zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen um ein zusätzliches Mitglied erweitert. Jannik Arnold übernimmt neu die Koordination zwischen der Jung- und Mutterpartei. Erst kürzlich wurde er in dieser Funktion auch in den Vorstand der GLP Uri gewählt.

Tierwürde ein bedeutender Aspekt

Zudem haben die Jungpolitiker an ihrer Versammlung auch ihre Abstimmungsparolen gefasst: Sie empfehlen alle nationalen sowie kantonalen Vorlagen vom 25. September zur Annahme. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder für die Massentierhaltungsinitiative aus. «Die Würde der Tiere stellt für uns ein bedeutender Aspekt von ökologisch nachhaltiger Politik dar. Mit diesem Grundsatz lässt sich die Massentierhaltung nicht eindeutig vereinbaren. Ausserdem sind laut dem Bundesrat lediglich rund fünf Prozent der Landwirtschaftsbetriebe von der Initiative betroffen, und zwar diejenigen, welche die traditionellen Bauernhöfe zunehmend verdrängen», wird hierzu Vizepräsidentin Loa Wild zitiert. (lur)