Kanton Uri
Produktion des Kraftwerks Erstfeldertal soll sich noch steigern

Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres sind im Kraftwerk Erstfeldertal alle drei Maschinengruppen vollständig in Betrieb genommen worden.

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Das Kraftwerk Erstfeldertal.

Das Kraftwerk Erstfeldertal.

Bild: PD

Anlässlich der Generalversammlung von vergangener Woche konnte Werner Jauch, Verwaltungsratspräsident der Kraftwerk Erstfeldertal AG, den Aktionären eine Stromproduktion von 26,3 Millionen Kilowattstunden Strom präsentieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Produktion des Kraftwerks werde sich im kommenden Jahr weiter steigern, da im vergangenen Geschäftsjahr die Maschinengruppe 1 und 2 erst im Laufe des Jahres in ­Betrieb genommen wurden. Im vergangenen Geschäftsjahr musste das neue Kraftwerk aufgrund von Einstellungs- und Optimierungsarbeiten verschiedene Unterbrüche hinnehmen. Die Anlageverfügbarkeit sei aber dennoch bei 97,8 Prozent zu liegen gekommen.

«Dass trotz dieser Unterbrüche eine so hohe Verfügbarkeit erreicht werden konnte, ist auch dem grossen Know-how unserer Kraftwerksspezialisten zu verdanken, welche das KW Erstfeldertal bestmöglich ­warten, betreiben und bewirtschaften», wird Jauch in der Mitteilung zitiert. Gerade bei Hochwasserereignissen wie im vergangenen Sommer profitiere das Kraftwerk von der 24-stündigen Überwachung durch die EWA-Energie-Uri-Leitstelle in Altdorf. «So ist es möglich, frühzeitig Störungen zu erkennen und notfalls einzugreifen. Dies verhindert längere Ausfälle in der Produktion.»

Lokale Wertschöpfung generiert

Das Kraftwerk Erstfeldertal habe trotz Pandemie und der damit verbundenen erschwerten Baubedingungen in einer «rekordverdächtigen Zeit» gebaut und in Betrieb genommen werden können. «Das war nur ­möglich dank dem aussergewöhnlichen Einsatz von allen Beteiligten», lässt sich Jauch weiter zitieren. Das Kraftwerk, an dem die Gemeindewerke Erstfeld und die EWA Energie Uri AG mit je 38 Prozent, der Kanton Uri mit 16 Prozent und die Korporation Uri mit 8 Prozent am Aktienkapital beteiligt sind, wird in Zukunft Strom für rund 7200 Haushalte produzieren.

Neben der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen generiere das Kraftwerk auch lokale Wertschöpfung. «Von den Baukosten von 37 Millionen Franken blieben 28 Millionen Franken in Form von Aufträgen im Kanton Uri», so Jauch. Mit dem Betrieb würden Wasserzinsen, Dividenden und Steuern für weitere Wertschöpfung zu Gunsten des Kantons Uri, der Korporation Uri und der Gemeinde Erstfeld sorgen. (lur)