Klima
Online-Tool unterstützt Urner Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel

Das vom Bundesamt für Umwelt entwickelte Tool zeigt mögliche Risiken und Handlungsmöglichkeiten auf und macht konkrete Praxisbeispiele anderer Gemeinden zugänglich, wie das Urner Amt für Umweltschutz mitteilt.

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Das Online-Tool soll Gemeinden inspirieren, wie sie sich an den Klimawandel anpassen könnten.

Das Online-Tool soll Gemeinden inspirieren, wie sie sich an den Klimawandel anpassen könnten.

Illustration: PD/Bundesamt für Umwelt

Starkniederschläge, Murgänge oder Trockenheit: Der Klimawandel wird auch in der Schweiz immer spürbarer, seine Auswirkungen können verheerende Schäden anrichten und Menschenleben gefährden.

«Dagegen müssen sich die Gemeinden der Schweiz wappnen», wie das Amt für Umweltschutz des Kantons Uri in einer Mitteilung schreibt. Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen die ganze Schweiz. Und weiter:

«Indem sich die Gemeinden an diese neue Realität anpassen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung, der Infrastruktur und der Natur.»

Dabei soll auf ein Online-Tool zurückgegriffen werden, welches das Bundesamt für Umwelt (Bafu) kürzlich lanciert hat und Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt, zu finden unter www.onlinetool-klimaanpassung.ch.

Grundlagen und Inspiration geliefert

Mit dem Tool lassen sich gemäss Mitteilung die Risiken und auch die Handlungsmöglichkeiten in der eigenen Gemeinde evaluieren. Dazu stehen neun Themenbereiche wie beispielsweise Planung und Bau, Land- oder Waldwirtschaft, Energieproduktion, Gesundheit oder Biodiversität zur Auswahl. «Zusätzlich können sich Nutzerinnen und Nutzer erfolgreiche Massnahmen ähnlicher Gemeinden ansehen, um so auf deren Erfahrungen aufbauen zu können», heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Tool richte sich an sämtliche Gemeinden der Schweiz und liefere Grundlagen und Inspiration zu Massnahmen im Bereich der Klimaanpassung. Es fördere die Vernetzung der Gemeinden und schaffe Zugang zu Lösungsansätzen anderer Gemeinden, die auf spezifische Gefahren erfolgreich reagiert haben.

«Bei der Entwicklung des Tools legte das Bafu grossen Wert darauf, dass alle Gemeinden unabhängig von Topografie, grossem oder kleinem Budget profitieren können», schreibt das Urner Amt für Umweltschutz weiter. Zentral sei, dass die Gemeinden auf sie zugeschnittene Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze möglichst nahe an ihrer eigenen Realität finden. (pd/eca)