Kultur
Kanton Uri verlängert Leistungsvereinbarungen mit Museen

Der Regierungsrat hat die Betriebsbeiträge für das Haus für Kunst Uri und das Historische Museum Uri um vier Jahre verlängert. Doch auch weitere Museen werden unterstützt.

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«Die Urner Kulturszene ist reichhaltig und vielfältig. Einen besonderen Anteil daran haben die mehrheitlich von privaten Vereinen geführten Urner Museen.» Das schreibt das Amt für Kultur und Sport in einer Medienmitteilung. Der Regierungsrat hat nun die subsidiären Betriebsbeiträge sowie die Leistungsvereinbarungen mit dem Haus für Kunst Uri und dem Historischen Museum um vier Jahre bis Ende 2026 verlängert.

Damit leiste der Urner Regierungsrat einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung dieser wichtigen Kulturinstitutionen, wird Bildungs- und Kulturdirektor Beat Jörg in der Mitteilung zitiert. Und weiter:

«Die beiden Museen sind sowohl für den Erhalt unseres Kulturerbes als auch für die Auseinandersetzung mit der Urner Kunst und Kultur zentral.»
Regierungsrat Beat Jörg (Mitte) bei der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung mit Elisabeth Fähndrich, Präsidentin des Kunstvereins Uri, und Matthias Halter, Präsident des Historischen Vereins Uri.

Regierungsrat Beat Jörg (Mitte) bei der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung mit Elisabeth Fähndrich, Präsidentin des Kunstvereins Uri, und Matthias Halter, Präsident des Historischen Vereins Uri.

Bild: PD

Am 22. Dezember fand die Unterzeichnung der beiden Leistungsvereinbarungen in Anwesenheit von Elisabeth Fähndrich, Präsidentin des Kunstvereins Uri, Matthias Halter, Präsident des Historischen Vereins Uri, sowie Bildungs- und Kulturdirektor Jörg statt.

Betriebsbeiträge von 190'000 Franken jährlich

In den Vereinbarungen wird festgehalten, welche Leistungen zu Gunsten des Kantons die zwei Kulturhäuser in den kommenden vier Jahren zu erbringen haben. Dazu zählen die Pflege der Sammlung, die professionelle Führung der Museen, die Organisation von Dauer- und Wechselausstellungen mit einem Bezug zum Kanton Uri sowie die Vermittlungsarbeit. «Insbesondere im Bereich der Schulvermittlung leisten beide Museen seit Jahren hervorragende Arbeit», wird Jörg weiter zitiert. Der Kanton Uri leistet im Gegenzug bis 2026 einen jährlichen Betriebsbeitrag von 90'000 Franken ans Historische Museum respektive 100'000 Franken ans Haus für Kunst Uri.

Das Historische Museum Uri.

Das Historische Museum Uri.

Bild: PD

Sowohl das Historische Museum Uri wie auch das Haus für Kunst werden von ehrenamtlich tätigen Vereinen geführt. Das Historische Museum unterhält laut Mitteilung die grösste Kulturgutsammlung des Kantons. Neben einer Dauerausstellung zeigt das Museum in Altdorf jährlich zwei Sonderausstellungen zu Urner Themen. Im Schnitt besuchen rund 1800 Personen – davon rund 400 Schülerinnen und Schüler – das Museum.

Das Haus für Kunst Uri.

Das Haus für Kunst Uri.

Bild: F. X. Brun/Archiv UZ

Das Haus für Kunst Uri beherbergt eine grosse Sammlung von Gemälden von Heinrich Danioth. Jährlich finden im Kunsthaus in Altdorf drei Wechselausstellungen zu zeitgenössischer Kunst statt. Zudem bietet das Haus für Kunst Uri Raum für die Werk- und Förderungsausstellung der Kunst- und Kulturstiftung Uri. In den vergangenen Jahren besuchten gemäss Medienmitteilung bis zu 5000 Personen das Haus für Kunst Uri, darunter rund 1800 Schülerinnen und Schüler.

Breite Unterstützung für weitere Urner Museen

«Museen bilden einen wichtigen Bestandteil der Urner Kulturförderung. Deshalb unterstützt der Regierungsrat mehrere Urner sowie grössere ausserkantonale Museen mit finanziellen Mitteln», heisst es in der Mitteilung weiter. Im Jahr 2022 verlängerte der Regierungsrat die Leistungsvereinbarung und den jährlichen Betriebsbeitrag mit dem Sasso San Gottardo. Der Kanton Uri unterstützt das Museum auf dem Gotthardpass mit jährlich 25'000 Franken. Der Betriebsbeitrag an das Talmuseum Andermatt wurde auf 15'000 Franken pro Jahr erhöht und bis 2026 zugesichert. Bis 2025 verlängert wurde der Betriebsbeitrag an das Verkehrshaus der Schweiz in der Höhe von 15'000 Franken. Seit 2021 leistet der Kanton auch einen jährlichen Betriebsbeitrag an das Mineralienmuseum in Seedorf. Zudem stellt er dem Trägerverein – den Urner Mineralienfreunden – das Ökonomiegebäude des Schlosses A Pro unentgeltlich zur Nutzung zur Verfügung.

«Mit jährlichen Beiträgen stellt der Kanton Uri einen Teil der Grundfinanzierung der Museen sicher und ermöglicht ihnen damit, attraktive Angebote für die Urner Bevölkerung und auswärtige Gäste zur Verfügung zu stellen», schreibt das Amt für Kultur und Sport weiter. Die langfristige Unterstützung garantiere den Museen eine mehrjährige Planungssicherheit für die Weiterentwicklung ihrer Institutionen. (pd/eca)