Landrat
CVP/Mitte-Landrätin fordert von der Urner Regierung ein Nachhaltigkeitskonzept

Gemäss Karin Gaiser Aschwanden (CVP/Mitte, Erstfeld) ist die Wirtschaft immer stärker um Nachhaltigkeit bemüht. Nun will sie wissen, ob auch der Kanton Uri die Verwaltung nachhaltiger gestalten möchte.

Anian Heierli
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Das Credo einer nachhaltigen Forstwirtschaft lautet: Nicht mehr Bäume fällen als nachwachsen. Umgangssprachlich wird unter Nachhaltigkeit also ein schonender Umgang mit Ressourcen verstanden. Landrätin Karin Gaiser Aschwanden (CVP/Mitte, Erstfeld) forderte an der November-Session mit ihrer Interpellation von der Regierung ein Nachhaltigkeitskonzept. Diesbezüglich verwies sie in ihrer Begründung auf die Agenda 21 der Vereinten Nationen (UN) von 1992. Damals wurde ein Aktionsprogramm beschlossen, mit dem Ziel, die Welt nachhaltiger zu gestalten. «Seither ist das Wort Nachhaltigkeit in aller Munde», so Gaiser Aschwanden.

Karin Gaiser Aschwanden (CVP/Mitte, Erstfeld) setzt sich für mehr Nachhaltigkeit in der kantonalen Verwaltung ein.

Karin Gaiser Aschwanden (CVP/Mitte, Erstfeld) setzt sich für mehr Nachhaltigkeit in der kantonalen Verwaltung ein.

Bild: Anian Heierli (Altdorf, 17. November 2021)

Auch sie nahm Bezug auf zwei ausgewählte Nachhaltigkeitslabels. Durch lokales Handeln im Klimabereich würde der Trägerverein Energiestadt Nachhaltigkeit fördern. Zudem habe auch Schweiz Tourismus mit dem Programm Swisstainable den ressourcen- und umweltschonenden Zeitgeist aufgenommen. Sie sagt dazu: «In der gesamten Wirtschaftswelt wird dieses Thema grossgeschrieben und ist in der Regel Bestandteil jeder Firmenstrategie.» Per Definition umfasse Nachhaltigkeit die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Sie sagte dazu:

«Der Kanton Uri unterstützt mit spezifischen Förderprogrammen einzelne Massnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit, verfügt selbst jedoch über keine Gesamtstrategie für Nachhaltigkeit in der kantonalen Verwaltung.»

Nun will Karin Gaiser Aschwanden vom Regierungsrat wissen, ob dieser bereit ist, eine Gesamtstrategie für Nachhaltigkeit für die kantonale Verwaltung zu erarbeiten und einzuführen. Falls ja, ob er die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales berücksichtigt, und ob er die Umsetzung über die gesamte Verwaltung sicherstellt.