Rugby
Harte Tackles in Attinghausen: Rugby-Heimturnier des RC Üri wurde zum Vollerfolg

Über 80 Rugbyspielerinnen und -spieler traten am Samstag beim Heimturnier des Rugbyclubs Üri in Attinghausen gegeneinander an.

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Am Samstag fand in Attinghausen der Urner Kantonalbank Rugby Üri Cup statt. Das jährliche Heimturnier des RC Üri wurde wie bereits in den Vorjahren von vielen Teams aus der gesamten Schweiz besucht, so standen über 80 Spielerinnen und Spieler während des ganzen Tages auf dem Feld.

Auf dem Sportplatz in Attinghausen wurde am Samstag um jeden Ball «gefightet».

Auf dem Sportplatz in Attinghausen wurde am Samstag um jeden Ball «gefightet».

Bild: PD

Für das Herrenteam der Gastgeber startete der Tag mit einem harten Duell gegen den RC Luzern. Die Luzerner konnten vor allem ihre physische Überlegenheit ausnutzen und es gelang ihnen, früh in Führung zu gehen. Kurz darauf konnte jedoch Roger Wyrsch auf dem rechten Flügel durchstürmen und den ersten Urner Try erzielen. Es blieb jedoch der einzige während des ersten Spiels, da die Luzerner danach nochmals aufdrehten und die Führung nicht mehr aus der Hand gaben.

Verbesserte Offensivarbeit beim zweiten Spiel

Im zweiten Spiel gegen die Hausen Baboons wollten die Urner nun die Offensivarbeit verbessern: Viele scharfe Pässe aus wilden Kontaktsituationen waren die Folge. So konnten während der ersten Hälfte drei Tries durch Sebastian Walker, Raphael Zanini und Mahir Suljovic gefeiert werden. Nach der Pause hatten die Baboons eine Antwort parat: Zwei Tries machten das Spiel nochmals eng, bevor die Urner dann aber dank einer hervorragenden Verteidigung auf der eigenen Linie den ersten Sieg feiern durften. Im abschliessenden Spiel um Platz 5 traf man auf den RC Zug. Ein Schlagabtausch auf Augenhöhe endete hierbei mit einem knappen 15:10-Erfolg für die Zuger, wobei die Urner noch einmal alle Kräfte gebündelt und mit mehreren fulminanten Angriffen alles nach vorne geworfen hatten.

Die Damen des RC Üri trafen verstärkt von Spielerinnen aus Winterthur und Lugano auf eine gemischte Mannschaft aus Zug und Luzern, gegen welche sie drei Spiele absolvierten. Im ersten Spiel wurde schnell klar, dass die Urnerinnen sich vor den starken Gegnerinnen mit NLA-Erfahrung nicht verstecken mussten. Die Geschwister Bianca und Ramona Schuler sowie Linda Rufener konnten dank mehrerer wunderbarer Läufe und Offloads ihrer Kolleginnen in die Tryzone eintauchen. Trotzdem ging das Spiel knapp mit 15:25 verloren.

Im zweiten Durchgang wollte sich das Team Yellow, wie sich die Spielgemeinschaft nannte, steigern. Mit einer breiter stehenden Offensive gelang es den Gastgeberinnen, lange im Spiel zu bleiben, ehe am Ende ein knappes 15:20 feststand. Bianca und Ramona Schuler punkteten für die Urnerinnen.

Wuchtige Tackles und harte Kontakte auch bei den Damen

Zum Schluss des Tages kam es dann zum Damenfinal, in welchem ein klares Ziel vorgegeben war: Nochmals alles geben und so viele Tries wie möglich legen. Dem nahmen sich die Urnerinnen bald an. Erneut griffen sie über die Flügel an und kamen so zu mehreren schönen Tries, welche sich Fabienne Walker, Ramona Schuler und Florencia Schümperlin zuschreiben dürfen. Speziell in diesem Spiel konnte man nochmals bewundern, mit wie viel Kraft die Damen aufgetreten sind: Wuchtige Tackles und harte Kontakte am Boden machten den Mädels überhaupt nichts aus, sie standen den Herren in nichts nach.

Am Ende des Tages durften bei den Herren die St.Gallen Silverbacks und bei den Damen das Team Black aus Luzern und Zug den begehrten Uristier-Pokal in die Höhe stemmen. Ein rundum spannender Tag mit viel Publikum, bester Stimmung trotz föhnigem Wetter und hartem, aber fairem Rugby ging zu Ende. Der RC Üri bedankt sich bei allen Teams, Fans und Sponsoren für die Unterstützung und freut sich bereits auf das nächste Heimturnier. (pd/RIN)