Schächätaler Stubetä
Ländlermusik in vielen Variationen

Am vergangenen Stefanstag, 26. Dezember 2022, gaben sich Volksmusikantinnen und Musikanten anlässlich der Schächäntaler Stubetä in Unterschächen ein Stelldichein.

Franz Imholz
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Nachdem der Pandemie-Modus 2020 und 2021 keine Musikstubetä zuliess, besuchten dieses Jahr Musikantinnen und Musikanten wie auch das Publikum mit viel Freude und Erwartung die Schächätaler Ländlerstubetä. Am Stephanstag, dem 26. Dezember, musizierten insgesamt 58 Musikantinnen und Musikanten in 31 Formationen an der 34. Schächätaler Ländlerstubetä im Hotel Alpina in Unterschächen. Die Stammformation Fredy und Beat mit Silvan organisierte mit dem OK und dem Alpina-Team eine Stubetä mit viel Abwechslung und ebenso viel Stimmung.

Dass der Alpinasaal schon zu Beginn der Stubetä um 14.00 sehr gut besetzt war, beweist einmal mehr, wie beliebt die Veranstaltung geworden ist. Es spielten von der achtjährigen Schülerin bis zum über 80-jährigen Rentner alle Altersgruppen, viele davon in echten Stubetä-Formationen, dies zur Freude des gut gelaunten Publikums. Moderator Marcel Herger konnte auf gefällige und humorvolle Art die 58 Musikantinnen und Musikanten in 31 Formationen auf die Bühne bitten. Die hauptsächlich chromatischen und diatonischen Orgeln wurden meistens von einem Kontrabass und ab und zu von einem Klavier begleitet.

Junge Formationen wagten sich auf die «Gigäbank»

Mehrere Jungformationen aus dem Schächental und Umgebung nutzten die Gelegenheit, vor einem grösseren Publikum aufzuspielen. Die unbekümmert, mit viel Herzblut und in beachtlicher Perfektion vorgetragenen Tänze wurden vom Publikum mit grossem Applaus verdankt.

Der vielseitige Initiant der Schächätaler Stubetä – vor 36 Jahren noch Spirgner Stubetä genannt – Peter Gisler («Stiniger Peter»), Schwyzerörgeli, Klavier und Bass, spielte mit seinem Sohn Diego in mehreren Formationen. Akkordeonist Anton Hunger aus dem Safiental reiste aus dem Bündnerland an. Auch Musikanten aus dem Baselbiet waren in Unterschächen vertreten. Am Nachmittag sowie am Abend nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, auf der Tanzfläche ihre Runden zu drehen. Einen tollen akustischen Sound erzeugten die Beedeler-, Jüützer- und Chlefeler-Einlagen.

Beim Finale kurz nach Mitternacht spielten 20 Musikantinnen und Musikanten gemeinsam einige Tänze. Damit fand eine gut besuchte, viel Freude und Emotionen verbreitende Schächätaler Stubetä ihren Abschluss. Ein herzlicher Dank gebührte einmal mehr dem Hotel Alpina, welches die Musizierenden unentgeltlich verpflegte.

Hinweis

Am Stephanstag 2023 wird das Ländlertrio Ürnergüäss als Stammformation an der 35. Schächätaler Ländlerstubetä mitwirken.