Sisikon
Von Polka, Walzer bis zu modernem Pop: Gelungener Blasmusikabend in Sisikon

Die Musikgesellschaft Sisikon führte ihren traditionellen Blasmusikabend durch. Nicht nur die Musizierenden erfreuten sich an diesem Anlass, auch die sich zahlreich eingefundene Zuhörerschaft unterstrich das grosse Interesse an der Blasmusik.

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Mit «Rock the Future» eröffnete die Sisiger ihr Jahreskonzert. In der Folge musizierten letztens die Sisiger Musikantinnen und Musikanten abwechslungsreich, einmal traditionell mit der Helenen-Polka und dann wieder modern mit dem bekannten Pop-Titel «All about that Bass» und stellten damit ihre Vielseitigkeit von Beginn weg unter Beweis. Mit der darauffolgenden Polka «Böhmischer Leckerbissen» und dem Walzer «Böhmische Rosen» unterstrich die Musikgesellschaft gekonnt ihre grosse Vorliebe für die böhmische Blasmusik. Wie es der Titel «Tango Surprise» erahnen lassen konnte, beinhaltete dieser Vortrag einige Überraschungen.

Die Musikgesellschaft Sisikon unter der Leitung von Dirigent Paul Gisler.

Die Musikgesellschaft Sisikon unter der Leitung von Dirigent Paul Gisler.

Bild: PD

Der junge Schlagzeuger Alessandro Ferrari unterstrich dabei sein beachtliches Talent mit solistischen Einwürfen mit Pfeife und Lotusflöte und erntete dafür grossen Applaus. Ein weiterer Höhepunkt im Konzertprogramm folgte mit dem anspruchsvollen Konzertmarsch «Im Eilschritt nach St.Peter», welcher von der Musikgesellschaft Sisikon eindrücklich dargeboten wurde. Mit dem Patent Ochsner-Titel «Für immer uf di» und dem Walzer «Böhmisch-Katholisch» leitete die Musikgesellschaft zu den beiden Schlussstücken über.

«Bye, Bye my Love», ein Kult-Hit der Kölner Band Bläck Föss, sowie die Polka «Blaue Augen» bildeten den Abschluss des unterhaltsamen und gut gelungenen Konzertes der Musikgesellschaft Sisikon. Mit der Zugabe «That‘s the Way-Polka» verabschiedeten sich die Sisiger Musikantinnen und Musikanten schmissig von der Bühne. Durch das Konzert führte Präsident Stefan Bucheli mit lockeren, unterhaltsamen Ansagen verbunden mit verschiedenen Ehrungen und Dankesworten. Er leitete auch gekonnt in die im Anschluss an das Konzert folgende «organisierte Chaos-Phase» über, in welcher kurzerhand mit tatkräftiger Mithilfe der Zuhörerschaft in der Mehrzweckhalle aus der bisherigen Konzertbestuhlung in eine Festwirtschaftsbestuhlung gewechselt wurde.

Diese lockere, ungezwungene Atmosphäre setzte die ideale Rahmenbedingung für die Blaskapelle «MP13 – ganz schön mährisch» aus dem Zürcher Oberland. Wer diese Formation bereits bei vergangenen Auftritten in Sisikon erlebt hat, wusste, mit welchem Engagement diese Kapelle ihre Auftritte jeweils zelebriert. Diese Top-Formation sorgte mit mitreissender, mährisch-geprägter Musik, bunt durchmischt mit Bigband-Klängen, Solo-Einlagen und eingängigen Gassenhauern für hochstehenden, abwechslungsreichen Blaskapellen-Sound. Des Öfteren mischten sich die 13 Vollblutmusikanten unter die Zuhörenden und boten während über zwei Stunden beste Unterhaltung.

Das Publikum aber auch die Musikantinnen und Musikanten haben den Blasmusikabend 2022 spürbar genossen. Man darf gespannt sein, wie sich der Blasmusikabend Sisikon 2023 präsentieren wird. (pd/fpf)