So gehen Vorsätze in Erfüllung

Ende Jahr schmieden Menschen ambitionierte Ziele. Was im ersten Moment lobenswert erscheint, wird viel zu oft wieder über Bord geworfen. Tanzlehrerin Perry Baumann weiss, warum aus einem Wunsch nicht gleich Realität wird – und sie hält Tipps bereit.

Philipp Zurfluh
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Oft verheisst der Blick auf die Anzeige der Waage nach den Weihnachtstagen nichts Gutes. (Symbolbild: Getty)

Oft verheisst der Blick auf die Anzeige der Waage nach den Weihnachtstagen nichts Gutes. (Symbolbild: Getty)

Sie sind zur jährlichen Tradition geworden: Neujahrsvorsätze. Und in einigen Tagen haben sie wieder Hochkonjunktur. Ende Dezember schaut man zurück auf das viel zu schnell vorüberziehende Jahr und hält Ausblick auf die nächsten 365 Tage. Man stellt sich dann beispielsweise folgende Fragen: Was soll sich in meinem Leben verändern? Was kann ich besser machen? Mit dem Champagnerglas in der Hand und reichlich beschwipst unterbreitet man der Familie oder Freunden die Neujahrsvorsätze am Silvesterabend.

Tanzlehrerin Perry Baumann aus Attinghausen. (Bild: Philipp Zurfluh)

Tanzlehrerin Perry Baumann aus Attinghausen. (Bild: Philipp Zurfluh)

Mit dem Rauchen aufzuhören, weniger Alkohol zu konsumieren, mehr Sport zu treiben oder abzunehmen gehören zu den obligaten und häufig genannten Vorsätzen. Der Tatendrang ist gross, die Motivation voll da. Doch so schnell diese Neujahrsvorsätze gefasst werden, so schnell werden sie wieder verworfen.

In der Theorie gut, in der Praxis weniger

Jemand, der mit Neujahrsvorsätzen immer wieder konfrontiert wird, ist Perry Baumann. Die ausgebildete Tanzlehrerin aus Attinghausen beobachtet häufig, wie sich Teilnehmer ihrer Kurse Ende Jahr ein Ziel für das darauffolgende setzen, dann aber rasch wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt werden. «Der Zeitpunkt, auf Anfang Jahr etwas zu ändern, ist nicht ideal. Die Idee ist in der Theorie gut, aber in der Praxis meist schwer umzusetzen», sagt die 50-Jährige. «Auf den 1. Januar hin mit dem Rauchen aufzuhören ist nicht geschickt, nur weil es der erste Tag im neuen Jahr ist.» Besser sei es, auf den eigenen Körper zu hören und sich zudem die Frage zu stellen, was überhaupt realistisch ist. «Plötzlich kommt dann schon wieder die Fasnacht und die Vorsätze werden dann rasch über den Haufen geworfen.» Laut Baumann kommt es auch häufig vor, dass die gesteckten Ziele schlicht zu ambitioniert sind.

Baumann ist überzeugt, dass man bereits mit einem geringen Aufwand das Wohlbefinden jedes Einzelnen verbessern kann. «Einfach mal am Morgen beim Aufstehen das Fenster öffnen und tief einatmen, das wirkt Wunder.» Die Tanzlehrerin betont, dass nur schon tägliches Stretching einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat: «Dehnen sorgt für den Erhalt der Leistungsfähigkeit von Muskeln und Gelenken. Auch die Durchblutung wird gefördert. Dehnen und Atmen wirken sich zudem positiv auf die Psyche aus», erklärt die Tanzlehrerin.

Wer nach den Festtagen die angefutterten Kilos wieder weghaben möchte, der kann sich in einem der Urner Fitnessstudios austoben. Denjenigen, die es ein bisschen gemütlicher angehen möchten, rät Baumann, zu meditieren. «Man findet darin Ruhe, Kraft und stärkt das Selbstbewusstsein.»

«Gesunder Menschenverstand ist hier gefragt»

Sport ist für die Attinghauserin ein täglicher Wegbegleiter. Sie unterrichtet Zumba, Salsa, «Pura Vida Fit», TRX und «Pound Rockout Workout» – für Jung und Alt. Im Einklang mit der körperlichen Fitness ist für Baumann auch die Ernährung ein wichtiger Faktor. Für sie steht weniger der Verzicht im Vordergrund, sondern sie plädiert für eine ausgewogene Verköstigung. Auch Schokolade oder Alkohol dürfen hin und wieder mal Platz haben. «Auch mal über die Stränge hauen soll erlaubt sein. Gesunder Menschenverstand ist hier gefragt.»

Körpergewicht abnehmen soll geplant sein, sagt Baumann. Zuerst sollen die Gründe geklärt werden, warum jemand abnehmen möchte. «Man muss sich einen Gesamtüberblick verschaffen und auch klar definieren, was das Ziel ist.» Einen Gewichtsverlust mit einer Ernährungsumstellung zu erzielen, ohne sich dabei körperlich zu betätigen, mache keinen Sinn. «Die Kombination macht es aus.» Eine wichtige Rolle spiele auch der mentale Aspekt. «Man muss im Kopf bereit sein, sonst funktioniert es nicht.»

Gifte werden bei Entschlackungskur «weggespült»

Wer nach den kulinarisch üppigen Festtagen Körper und Geist etwas Ruhe gönnen möchte, dem empfiehlt Perry Baumann eine mehrtägige Entschlackungskur. Damit werden die Gifte, die sich durch ungesunde Lebensmittel, Medikamente oder Tabakwaren im Körper ablagern und festsetzen, «weggespült». Bei der Entgiftung des Körpers verzichtet man im Normalfall auf säurebildende Nahrungsmittel wie tierische Produkte, Lebensmittel, die Weissmehl oder Zucker jeglicher Art enthalten, Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol und kohlensäurehaltiges Mineralwasser.

«Nach drei bis vier Tagen spürt man richtig, wie der Körper eine Art Neustart durchlebt. Man fühlt sich vital. Ein Hungergefühl ist bei mir nie aufgekommen», sagt die 50-Jährige. Sie macht eine Entschlackung drei- bis viermal pro Jahr. «Die Reinigung soll auch das Gefühl auslösen, dass man sich wieder etwas bewusster wird, was eigentlich ein gutes Stück Fleisch oder ein leckerer Kaffee bedeuten», erklärt sie. Na dann, frohe Festtage und guten Appetit!

Fitnesscenter Goodlife

Seit 2003 gibt es das Fitnesscenter Goodlife im Loftpark-Gebäude in Altdorf. Dieses feiert somit heuer das 15-Jahr-Firmenjubiläum. Martha und Toni Zbinden lenken als Inhaber seither die Geschicke des Betriebs. Neben dem Kraft- und Ausdauerbereich bietet das Goodlife Gruppenkurse für Pump, T-Bo, Fitboxen, Step-Aerobic, Pilates, Zumba, Move your Body, X-Cross sowie Spinning an. «Mit einer persönlichen und individuellen Kundenbetreuung haben wir uns das Ziel gesetzt, aktiven und bewegungsfreudigen Menschen den Spass am Sport näher zu bringen», heisst es auf der Website des Fitnessstudios. (pz)

www.goodlife-fitness.ch

One Training Center

Im Sommer hat die Fitnessszene im Kanton Uri Zuwachs bekommen: Das One Training Center ist am 6. August auf dem Ruag-Areal Neuland in Altdorf eröffnet worden. One übernahm mit dem neuen Standort das Impuls Fit- und Wellness-Center in Altdorf. Clubmanager ist Sascha Gisler, der Mitinhaber des Impuls war. Die One Training Center AG ist eine Tochtergesellschaft der Genossenschaft Migros Luzern und betreibt insgesamt 14 Fitnessstudios in der Zentralschweiz: in Altdorf, Baar, Ebikon, Hochdorf, Kriens, Küssnacht, Luzern, Malters, Rothenburg, Rotkreuz, Schwyz, Stans, Sursee und Willisau. (pz)

www.one-training.ch/center/altdorf

Nicas Gym

In diesem Center kann man 365 Tage im Jahr rund um die Uhr den Körper stählen: Nicas Gym. In der geräumigen Halle des ehemaligen Möbel-Markts beim Q4-Areal hat der 30-jährige Valentin Nica das Studio eingerichtet. Seit Mai ist es für die Öffentlichkeit zugänglich. «Für Leute, die es zeitlich während des Tages nicht einrichten können, in ein Fitnesscenter zu gehen, ist ein 24-Stunden-Studio ideal», sagt Nica. Personal ist jedoch nicht rund um die Uhr anwesend. Bereits gibt es Pläne, die angrenzende Halle zu nutzen und so die Trainingsfläche zu verdoppeln, auf gut 1000 Quadratmeter. (pz)

www.nicasgym.ch

Gislers Fitnesscenter

Walter und Paul Gisler – Inhaber von Gislers Fitnesscenter – sind Pioniere in der Urner Fitnessszene. Sie haben Anfang der 1980er-Jahre Fitness in Uri salonfähig gemacht. 1982 eröffneten sie auf dem Lehn in Altdorf das erste Fitnessstudio. Von Beginn weg nahm die Nachfrage stetig zu, sodass Walter Gisler in ein doppelt so grosses Lokal in die Steinmattstrasse umzog. Später stieg auch Paul Gisler voll ins Geschäft ein. Seit 1988 betreiben die Brüder das Fitnesscenter an der Umfahrungsstrasse in Schattdorf. Am 11. Oktober durften Walter und Paul Gisler das 35-Jahr-Jubiläum feiern. (pz)

http://www.gislers-fitness.ch