Ursern
60 Korporationsmitglieder pilgern zum Kloster Disentis

Der Ausflug war nicht nur sportlich herausfordernd, sondern eröffnete auch die Möglichkeit, die renovierte Klosterkirche zu bestaunen. Die Tradition soll weiterhin bestehen.

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Pilgergruppe beim Aufstieg zum Pass Tiaram, im Hintergrund der Oberalpsee.

Pilgergruppe beim Aufstieg zum Pass Tiaram, im Hintergrund der Oberalpsee.

Bild: PD

Rund 60 Personen haben sich am Sonntag, 14. August, dem Talammann von Ursern, Erwin Nager, angeschlossen, um gemeinsam mit ihm von Andermatt über den Oberalppass zum Kloster Disentis zu pilgern. Dies geht aus einer Mitteilung hervor. Es sei nunmehr die dritte Wallfahrt der Korporation Ursern zum Kloster Disentis, seit diese Tradition 2014 zum 1400-Jahr-Jubiläum des Klosters wieder ins Leben gerufen worden ist. Die Korporation betont, sie wolle diese Tradition weiterhin beibehalten und somit alle vier Jahre, also jeweils nach der Wahl des neuen Talammann, nach Disentis pilgern.

Kürzlich war es also wieder so weit. Zu Ehren des gewählten Talammanns Erwin Nager haben sich frühmorgens bei der Wendelinskapelle in Andermatt 33 Personen getroffen, um die 600 Höhenmeter bis zum Oberalppass in Angriff zu nehmen. Beim dortigen Znünihalt seien weitere Personen zum Pilgertross hinzugestossen, genauso wie bei der Mittagspause in Sedrun im Bahnhof Acla da Fontauna in Disentis.

Der Abt begleitete die Gruppe zur Kirche

Abt Vigeli Monn begrüsst Diakon Edy Imhof.

Abt Vigeli Monn begrüsst Diakon Edy Imhof.

Bild: PD

Ab Acla da Fontauna sei es dann keine sportliche Wanderung, sondern vielmehr eine kirchliche Prozession mit Kreuz, Fahnen und Rosenkranzgebet gewesen. Gemäss Mitteilung begleitete Abt Vigeli Monn die Pilgerinnen und Pilger vom Kloster bis in die Klosterkirche St.Martin. Der feierlichen Messe, die durch den Abt unter Assistenz von Diakon Edy Imhof zelebriert wurde, wohnten rund 60 Personen bei. Nach einem gemütlichen Beisammensein samt Verpflegung seien die Pilgerinnen und Pilger wieder wohlbehalten mit dem Zug nach Andermatt gereist.

Die Beziehung zwischen der Korporation Ursern und dem Kloster Disentis kommt indes nicht von ungefähr; laut Mitteilung war das Tal bis ins Jahr 1240 eine Vogtei des Klosters Disentis. Mittlerweile hat der Abt von Disentis keine politische Macht mehr über das Urserntal. Die Verbundenheit werde aber nach wie vor durch regelmässige Besuche und nun eben mit dieser Wallfahrt gepflegt, so die Korporation. (zgc)